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Newcastle-Krankheit bei Weißenburger Tauben nachgewiesen | BR24

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Newcastle-Krankheit bei Tauben entdeckt

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Newcastle-Krankheit bei Weißenburger Tauben nachgewiesen

In der mittelfränkischen Stadt Weißenburg ist bei toten Tauben der sogenannte Newcastle-Erreger festgestellt worden. Er kann eine ansteckende und anzeigepflichtige Viruserkrankung bei Vögeln verursachen. Das Landratsamt warnt deshalb Geflügelhalter.

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Im Stadtgebiet von Weißenburg wurde kürzlich ein Paramyxovirus, der Erreger der Newcastle-Krankheit (auch atypische Geflügelpest genannt), bei verendeten Stadttauben nachgewiesen.

Verpflichtung zur Impfpflicht

Aufgrund der positiven Befunde bei einigen Stadttauben und der Gefahr einer möglichen Einschleppung von Viren in Hühnerbestände erinnern die Veterinäre des Landratsamtes Geflügelhalter an die Impfpflicht gegen das Virus der Newcastle-Krankheit. Auch Hobby- und Kleinstbestände unterliegen dieser Impfpflicht.

Die Newcastle-Krankheit ist eine leichtübertragbare Erkrankung bei Hühnern und Puten. Bricht sie aus, ist sie anzeigepflichtig. Die Übertragung des Erregers dieser Geflügelpest erfolgt von Tier zu Tier über die Atemluft, einem direkten Kontakt oder durch Nahrungsaufnahme. Infizierte Tiere scheiden das Virus über Sekrete und Exkrete aus, auch über Eier. Eine indirekte Übertragung über Personen und Gegenstände ist laut Experten ebenfalls möglich.

Der Schweregrad der Erkrankung variiert und reicht von Verläufen ohne Symptome bis hin zu schweren, extrem schnellen Krankheitsverläufen mit hoher Sterberate. Charakteristisch für eine schwere Erkrankung nach Infektion mit hochvirulenten Virusstämmen sind ein drastischer Rückgang der Legeleistung, Apathie, bläulich verfärbte Kämme, Atemnot, Ödeme an Kopf- und Kehllappen und grüngelblicher Durchfall. Später sind auch Lähmungen der Bein- und Flügelmuskulatur und Halsverdrehen zu beobachten.

Infektion ungefährlich für Menschen

Die Newcastle-Krankheit ist eine auf den Menschen übertragbare Infektion (Zoonose), gilt aber allgemein als ungefährlich für den Menschen. In seltenen Fällen kann der auf den Menschen übertragene Erreger APMV-1 zu Bindehautentzündungen führen.