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© dpa-Bildfunk/Sven Hoppe

Schneefall in München.

In München liegen drei Zentimeter Neuschnee. Das war es aber auch schon wieder mit der weißen Vorweihnachtszeit: Laut Deutschem Wetterdienst steigen die Temperaturen am morgigen Montag auf bis zu fünf Grad, den Dienstag prägt Hochnebel und in der Nacht zu Mittwoch könnte es glatt werden. In den Gebieten der Bayerischen, Allgäuer und Berchtesgadener Alpen misst die Schneedecke zwar um die 50 Zentimeter. Das ist aber "für diese Jahreszeit unterdurchschnittlich wenig", so ein Meteorologe.

Erste Glatteisunfälle

Schneebedeckte und glatte Straßen haben in Bayern zu mehreren Unfällen geführt. In Schneizlreuth im Landkreis Berchtesgadener Land kam am Sonntag eine 19-jährige Autofahrerin von der verschneiten Fahrbahn ab, wie das Bayerische Rote Kreuz mitteilte. Sie geriet in den Gegenverkehr und krachte dort erst in ein anderes Auto und dann gegen eine Steinmauer. Dabei wurden sowohl die 19-Jährige als auch die zwei Insassen des anderen Autos verletzt.

Auch in vielen anderen Regionen Bayerns kam es zu mehreren Glätteunfällen - in den meisten Fällen blieb es aber bei Blechschäden. In Schwaben berichtete die Polizei von einer "spiegelglatten" Fahrbahn. Vier Personen wurden dort bei Unfällen leicht verletzt. In der Oberpfalz wurden bei mehreren Unfällen insgesamt sechs Menschen verletzt.

Wenig Wirkung auf den Verkehr

Auch in Mainfranken brachte der 3. Advent endlich auch etwas Schnee. Dort hatte es am Sonntagmorgen gegen 9.30 Uhr angefangen zu schneien. Inzwischen ist alles weiß eingezuckert. Doch selbst am Kreuzberg in der Rhön sind es kaum mehr als zwei bis drei Zentimeter. "Der Verkehr läuft reibungslos - keine Behinderungen, auch nicht in den höheren Lagen von Rhön oder Spessart", sagte der Leiter der Einsatzzentrale der Polizei in Würzburg dem BR am Mittag. Die Winterdienste waren auf den Schneefall jedoch gut vorbereitet.

Lebende Krippe mit Neuschnee

Auch in Wiesenfeld (Lkr. Main-Spessart), wo ab 14 Uhr ein Benefiz-Weihnachtsmarkt mit lebender Krippe stattfindet, war man auf den Schneefall vorbereitet: Zum weihnachtlich geschmückten Areal mit Nadelbäumen, Schwedenfeuer und anderen Lichtern gehören Ochs und Esel sowie viele kleine Lämmer. Musiker vom Musikverein Wiesenfeld sowie die jüngsten Musikanten spielen weihnachtliche Lieder. Der Neuschnee dort verleiht der Szenerie ein malerisches Flair.

Betrieb in den Sikigebieten läuft an

Freude über den Schnee gab es auch in den Skigebieten: Seit Samstag sind unter anderem am Allgäuer Nebelhorn und in Balderschwang die Abfahrten und Bergbahnen geöffnet. Im Skigebiet Garmisch-Classic (Lkr. Garmisch-Partenkirchen) gingen am Morgen die ersten Lifte und Pisten in Betrieb, ebenso wie am oberbayerischen Sudelfeld. Drei Abfahrten stehen im Skigebiet Spitzingsee-Tegernsee bereit. Bereits am Freitag wurden mehrere Abfahrten und Lifte am Oberstdorfer Fellhorn (Lkr. Oberallgäu) in Betrieb genommen. Auch die Hörnerbahnen in Bolsterlang starteten in die Wintersaison.

Skisportler in Oberfranken warten auf Weihnachten

Nur in zwei Skigebieten müssen sich die Wintersportler noch bis kurz vor Weihnachten gedulden: Die Pisten und Lifte am oberfränkischen Ochsenkopf (Lkr. Bayreuth) im Fichtelgebirge und im größten Skigebiet im Bayerischen Wald werden voraussichtlich ab dem 21. Dezember geöffnet sein.

Weihnachtswetter weiter offen

Neuschnee wird es auf den Pisten laut Deutschem Wetterdienst aber erst einmal nicht geben. Frühestens am Donnerstag könnte es in den höheren Lagen wieder etwas weißer werden, vielleicht sogar in den Mittelgebirgen. Ob - und gegebenenfalls wo - es in diesem Jahr mit einem weißen Weihnachtsfest klappt, ist momentan noch unklar.