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Landwirt im Einsatz auf seinem Feld
© picture alliance/imageBROKER
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Landwirt im Einsatz auf seinem Feld

Der grüne Europaabgeordnete Martin Häusling hat die bayerische Staatsregierung aufgefordert, sich in die laufenden Verhandlungen über eine Neuordnung der europäischen Agrarsubventionen stärker einzuschalten. Sollte Wirklichkeit werden, was in Brüssel seiner Meinung nach geplant ist, brächte dies massive Nachteile für die bayerischen Landwirte, erklärte Häusling im "Interview der Woche" auf B5 aktuell.

Erst in der vergangenen Woche hat der einflussreiche Agrarausschuss des EU-Parlaments beschlossen, dass die Förderung über sogenannte Hektarprämien weitgehend unangetastet bleiben soll. Eine Position, die auch Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner vertritt. Davon aber, so Häusling, profitierten in erster Linie die flächenstarken Großbetriebe in Ostdeutschland. Die kleinen und mittleren Höfe, wie es sie gerade in Bayern noch gibt, hätten seiner Meinung nach das Nachsehen.

Häusling will Söder zum "Einsatz" für bayerische Bauern drängen

Gleichzeitig plant Brüssel Einsparungen bei den Agrarumweltmaßnahmen. Damit werden bisher gezielt Landwirte gefördert, die mehr als üblich für den Arten-, Wasser- oder Klimaschutz leisten. Häusling forderte Ministerpräsident Markus Söder deshalb auf, in Berlin Druck zu machen, um diese Kürzungen zu verhindern.

Grüne wollen ihre Ökoprojekte aus EU-Förderung finanzieren

Viele ökologische Projekte in der Landwirtschaft, die Bayern nach dem erfolgreichen Volksbegehren Artenvielfalt plant, könnten aus EU-Fördertöpfen finanziert werden. Aber nur, so Häusling, wenn Brüssel dafür auch nach der Agrarreform ausreichend Mittel zur Verfügung stellt. Aber genau danach sehe es im Moment nicht aus, so Häusling.

Das gesamte "Interview der Woche" hören Sie am Samstag um 7.20 Uhr und um 9.20 Uhr auf B5 aktuell.