BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

NEU

"Macheten-Mann" muss in Psychiatrie | BR24

© picture-alliance/dpa

Justitia

Per Mail sharen

    "Macheten-Mann" muss in Psychiatrie

    Im Revisionsprozess gegen den sogenannten "Machten-Mann" aus Neuötting hat das Gericht in Traunstein entschieden, dass der 48 Jahre alte Mann in eine psychiatrischen Klinik eingewiesen wird.

    Per Mail sharen

    Die Dauer der Unterbringung ist grundsätzlich nicht zeitlich begrenzt. Allerdings soll in regelmäßigen Abständen geprüft werden, ob sich der psychische Zustand des suchtkranken Mannes verbessert hat.

    Urteil ist noch nicht rechtskräftig

    Laut einem Gerichtssprecher deutet vieles darauf hin, dass die Verteidigung Revision beim BGH beantragen wird. 

    Der inzwischen 48 Jahre alte gelernte Metzger hatte im Juni 2014 im Vollrausch auf offener Straße in Neuötting die Besucher eines Biergartens und Polizisten mit einer Machete, einem Samuraischwert und einem nicht schussfähigen Gewehr bedroht. Die Beamten stoppten den Mann schließlich mit einem Schuss in die Beine. 

    Mann galt als schuldunfähig

    Im ersten Verfahren vor dem Landgericht in Traunstein wurde dem alkoholkranken Mann eine zeitlich begrenzte Therapie auferlegt. Für die Tat selbst kann er nicht verurteilt werden, er galt zu diesem Zeitpunkt wegen seines Vollrauschs als schuldunfähig. 

    Dagegen hatte die Staatsanwaltschaft Revision eingelegt, der BGH verwies den Fall zurück nach Traunstein.