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Neun NS-Raubkunstwerke in Münchner Sammlungen entdeckt | BR24

© picture alliance / Bildagentur-online/Joko

Bayerisches Nationalmuseum in München

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    Neun NS-Raubkunstwerke in Münchner Sammlungen entdeckt

    Die Nachfahren eines jüdischen Ehepaares aus München erhalten neun von den Nationalsozialisten geraubte Kunstwerke zurück. Die Werke waren unter anderem ins Bayerischen Nationalmuseum gelangt. Die Übergabe soll Anfang August stattfinden.

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    Die Nachfahren des jüdischen Ehepaares Davidsohn aus München erhalten neun von den Nationalsozialisten geraubte Kunstwerke zurück. Die Werke waren seit 1955 im Besitz der Bayerischen Staatsgemäldesammlung, des Bayerischen Nationalmuseums und der Staatlichen Graphischen Sammlung.

    Von der Gestapo geraubt

    Laut Kunstministerium handelt es sich um fünf Gemälde, drei Farbstiche und eine Holztafel mit Elfenbeinreliefs. Die Werke waren im November 1938 im Rahmen einer staatlichen Kunstraubaktion von der Geheimen Staatspolizei beschlagnahmt worden. Am 5. August sollen die Erben des Ehepaares die Objekte zurückerhalten. Auch die Übergabedokumente sollen unterzeichnet werden.

    Ehepaar nach Theresienstadt deportiert

    Das Ehepaar Julius und Simone Davidsohn lebte seit 1917 in München. Die Nationalsozialisten deportierten beide nach Theresienstadt, wo Julius Davidsohn im August 1942 ermordet wurde. Seine Frau starb einige Monate später im April 1943.

    Von
    • BR24 Redaktion
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