Gruppenbild der Lebensretter zusammen mit Regierungspräsident Walter Jonas, Angehörigen und Ehrengästen.
Bildrechte: Regierung Oberpfalz

Gruppenbild der Lebensretter zusammen mit Regierungspräsident Walter Jonas, Angehörigen und Ehrengästen.

    Neun Lebensretter aus der Oberpfalz geehrt

    Die Regierung der Oberpfalz hat neun Lebensretterinnen und Lebensretter aus der Oberpfalz ausgezeichnet. Überreicht wurden die Urkunden und Medaillen von Regierungspräsident Walter Jonas. Er lobte vor allem die jungen Retter für ihr Engagement.

    Sie haben Mut bewiesen, Verantwortung in der Stunde der Not übernommen und durch ihr umsichtiges und beherztes Handeln Menschen das Leben gerettet. Oberpfalz' Regierungspräsident Walter Jonas bedankte sich am Freitag bei neun Lebensretterinnen und Lebensrettern aus der Oberpfalz - unter ihnen auch zwei sehr junge Retter.

    Jonas: Lebensretter sind "wahre Helden in unserer Gesellschaft"

    Bei der Ehrung bedankte sich Jonas für das selbstlose Engagement der Retter: "Sie alle, die heute hier sind, haben sich dafür eingesetzt, dass Menschen aus akuter Gefahr gerettet wurden. Sie sind für mich wahre Helden in unserer Gesellschaft. (...) Immer wieder hört und liest man, dass Menschen wegschauen, sich nicht um Nachbarn kümmern, ja sogar weglaufen, wenn Menschen in Gefahr sind. Sie dagegen haben nicht weggeschaut. Sie haben gehandelt. Besonders freut mich, dass sich im Kreise unserer Geehrten auch zwei sehr junge Retter befinden. Das stimmt mich sehr zuversichtlich, denn das ist der beste Beweis dafür, dass auch unsere jungen Menschen nicht einfach wegschauen."

    Achtjähriger rettete seinen Opa

    Einer von ihnen ist der achtjährige Lukas Mutzbauer aus Nabburg (Lkr. Schwandorf). Er rettete vor zwei Jahren seinen Großvater nach einem Unfall. Dieser arbeitete im September 2021 an seinem landwirtschaftlichen Anhänger, der mit zwei Silageballen beladen war. Plötzlich kippte der Anhänger zur Seite und klemmte den Fuß seines Großvaters ein. Der damals Sechsjährige reagierte sofort und lief zum angrenzenden Radweg, wo er zwei Fahrradfahrer aufhielt. Diese riefen den Rettungsdienst, der kurz darauf eintraf und bei Lukas' Großvater Erste-Hilfe-Maßnahmen einleitete.

    Kind vor Ertrinken gerettet

    Auch der junge Franz-Josef Heigl aus Nabburg (Lkr. Schwandorf) und Steffi Günther aus Ingenried (Lkr. Weilheim-Schongau) erhielten Auszeichnungen für eine gemeinsame Rettung eines Jungen aus dem Steinberger See. Die beiden beobachteten unabhängig voneinander im Juni 2021 vom Ufer aus einen Jungen beim Spielen im Wasser. Als Franz-Josef sah, wie der Achtjährige plötzlich in Panik geriet und immer wieder unterging, schrie er laut um Hilfe, woraufhin Steffi Günther voll bekleidet ins Wasser sprang und zu der Stelle schwamm, an der der Junge zuletzt gesehen worden war. Der Kopf des Buben befand sich bereits ca. 50 cm tief unter Wasser. Günther zog das Kind ans Ufer und brachte ihn in die stabile Seitenlage. Der Junge wurde im Anschluss von der Wasserwacht versorgt und zur weiteren Behandlung in eine Kinderklinik gebracht.

    Bildrechte: Regierung Oberpfalz/Schmied

    Regierungspräsident Walter Jonas mit Lebensretterin Steffi Günter (mit Sohn Paul) und Lebensretter Franz-Josef Heigl.

    Ausgezeichnet wurden außerdem Andrea Rüttgers aus Bad Abbach (Lkr. Kelheim) für die Rettung eines Menschen, nachdem dieser von einer Brücke stürzte, Thomas Schaffer aus Krummennaab (Lkr. Tirschrenreuth) für eine Rettung eines Mannes durch eine Herz-Druck-Massage, Stefan Görtz aus Ursensollen (Lkr. Amberg-Sulzbach) für umsichtiges und entschlossenes Handeln bei starker Rauchentwicklung in der Nachbarschaft, Jürgen Füssl aus Altenstadt a.d. Waldnaab (Lkr. Neustadt a.d. Waldnaab) für die Rettung eines Menschen nach einem schweren Herzinfarkt und Sonja Estermann aus Köfering (Lkr. Regensburg) für die Rettung eines Schwerverletzten nach einem Verkehrsunfall.

    Neumarkter erhält Rettungsmedaille

    Die Bayerische Rettungsmedaille erhielt Bruno Bartholomäi aus Neumarkt i.d. Opf. für die Rettung eines Mannes bei einem Wohnungsbrand. Die Bayerische Rettungsmedaille wird seit 1. November 1952 an Helden verliehen, die zur Rettung eines Menschen ihr eigenes Leben eingesetzt haben.

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