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Neuheit aus Nürnberg: Desinfektionsspray aus dem Whiskyfass | BR24

© Hausbrauerei Altstadthof

Reinhard und Maximilian Engel produzieren nicht nur Whisky und Gin, sondern auch Desinfektionsmittel mit Whisky-Duft

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    Neuheit aus Nürnberg: Desinfektionsspray aus dem Whiskyfass

    Für viele ist Desinfektionsmittel in Zeiten der Pandemie ein ständiger Begleiter. Aus Nürnberg kommt nun ein besonders gut duftendes: Brenner Reinhard Engel hat ein Desinfektionsspray mit Whiskyaroma entwickelt, nicht nur für die Hände.

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    Von
    • Christine Weirauch

    Es riecht nach Holz und Hochprozentigem, wenn Reinhard Engel die Tür zu seinem Whiskylager aufschließt. Aus einem großen Glasballon füllt der Brenner bernsteinfarbene Flüssigkeit in kleine Fläschchen. Es sieht aus wie Whisky, und es riecht wie Whisky – ist aber für die Hände gedacht. Denn Reinhard Engel stellt eine Flüssigkeit zur Handdesinfektion aus seinen Bränden her.

    Idee entstand beim Herstellen von Alkohol für Apotheken

    Die Idee für die Handdesinfektion kam dem gelernten Braumeister und Brenner zu Beginn der Corona-Pandemie. Desinfektionsmittel waren zu der Zeit knapp. Apotheken mischten ihre Mittel selbst zusammen. Reinhard Engel stellte für zwei von ihnen in seiner Brennerei Alkohol her.

    Hochprozentiger Alkohol sei schon immer zur Desinfektion genutzt worden, so Engel. Warum also nicht Alkohol mit Whisky-Aroma aufpeppen?

    Höherer Alkoholgehalt als bei herkömmlichem Whisky

    "Was wir damit erreichen wollen, ist, dass das Desinfizieren der Hände und des Rachenraums nicht als Übel gesehen wird und durchaus ein bisschen Spaß machen kann. Und dadurch, dass es frei ist von irgendwelchen Zusatzstoffen ohne Bedenken genommen werden kann." Reinhard Engel, Braumeister Altstadthof

    Sein Spray bleibt Genussmittel, das betont der Brenner. Deshalb kann es auch als Mundspray benutzt werden. Der Alkoholgehalt ist höher als bei einem herkömmlichen Whisky. 75 Prozent braucht man für die desinfizierende Wirkung, sagt Reinhard Engel.

    Mit Whisky, Hopfen und Gin-Duft die Hände desinfizieren

    Seit 24 Jahren gehört Reinhard Engel die kleine Brauerei Altstadthof. Unterhalb der Nürnberger Burg, in den Felsengängen, lagert der Brenner seine Bierbrände und den Gin. Je älter ein Brand ist, desto reifer werden Geschmack und Aroma. Um diesen vollen, reifen Duft in das Handdesinfektionsmittel zu übertragen, muss das Aroma schnell in die Flüssigkeit.

    Reinhard Engel begann zu experimentieren - mit Erfolg. Drei Duftrichtungen hat der Brenner bisher entwickelt: Der Whisky-Duft kommt vom Eichenfass, das Gin-Aroma wie beim Brand von den Wacholderbeeren. Und Hopfen hat der gelernte Braumeister natürlich auch im Programm.

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