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Neufahrn: Muslim vor Nominierung als CSU-Bürgermeisterkandidat | BR24

© pa/dpa/Lino Mirgeler

Ozan Iyibas

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Neufahrn: Muslim vor Nominierung als CSU-Bürgermeisterkandidat

Vielleicht gibt es doch bald einen muslimischen CSU-Bürgermeisterkandidaten in Bayern: Ozan Iyibas gilt für die Kommunalwahl am 15. März derzeit als wahrscheinlichster Kandidat in Neufahrn bei Freising.

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Im schwäbischen Wallerstein hatte der Muslim Sener Sahin seine Bewerbung als CSU-Bürgermeisterkandidat zurückgezogen, weil der parteiinterne Widerstand zu groß war. Andernorts in Bayern könnte es aber bald einen muslimischen CSU-Kandidaten für die Kommunalwahl am 15. März geben: Ozan Iyibas wird - wie es derzeit aussieht - für die Christsozialen in Neufahrn (Kreis Freising) antreten. Am kommenden Freitag findet die Nominierungsversammlung statt.

Muslim wurde in Freising geboren

Der 37-Jährige, der in Freising geboren und in Neufahrn aufgewachsen ist, führt dort schon die CSU-Liste für die Gemeinderatswahl an. Auch deshalb gilt der Bankkaufmann als wahrscheinlichster Kandidat. Er selbst will das nicht bestätigen. "Das ist eine Option", sagte er am Montag der Deutschen Presse-Agentur in München. Der Kandidat oder die Kandidatin für den Posten werde aber erst am Freitagabend nominiert.

Potentieller Kandidat ist Anhänger des Alevitentums

Iyibas gehört wie seine Eltern den Aleviten an. Die Konfession wird regelmäßig, wenn auch nicht immer, dem Islam zugerechnet. Es gibt aber sehr deutliche Unterschiede: Die Regeln sind bei Weitem nicht so streng, das Alevitentum gilt als deutlich liberaler und säkularer.

Iyibas: "Ich bin voll bayerisch und voll deutsch"

Iyibas sagt, er sei "voll bayerisch und voll deutsch". Und er sei "genauso ein CSU-ler" wie jeder andere. Tatsächlich trat er bereits 2007 in die Partei ein. Seit 2015 ist er Landesvorsitzender des Arbeitskreises Migration und Integration der CSU auf Landesebene.

Muslimischer CSU-Bürgermeisterkandidat in Wallerstein gab auf

Zuletzt hatte die CSU in Wallerstein (Kreis Donau_Ries) für Schlagzeilen gesorgt, weil dort ein möglicher muslimischer CSU-Bürgermeisterkandidat, Sener Sahin, wegen Widerstands an der eigenen Parteibasis aufgab. Der Wallersteiner CSU-Vorstand hatte mit Sahin an der Spitze in die Wahl am 15. März gehen wollen. Da es an der Basis aber Kritik an Sahin wegen dessen Religion gab, zog der Kandidat seine Bewerbung zurück.

© BR

Ein Moslem als Bürgermeister im schwäbischen Wallerstein? Das ging vielen CSU-Mitgliedern im Ort zu weit. Die Proteste haben Wirkung gezeigt. Der CSU-Kandidat Schener Schahin hat seine Bewerbung zurückgezogen und lässt sich nicht mehr umstimmen.

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