BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© Christine Frauer/SOS Dorfgemeinschaft
Bildrechte: Christine Frauer/SOS Dorfgemeinschaft

In der SOS-Dorfgemeinschaft Hohenroth wurde ein Zentrum für ältere Menschen mit erhöhtem Betreuungsbedarf eingerichtet.

Per Mail sharen

    SOS-Dorfgemeinschaft Hohenroth: Neues Zentrum für Senioren

    In der SOS-Dorfgemeinschaft Hohenroth im Landkreis Main-Spessart wurde ein Zentrum für Menschen mit erhöhtem Betreuungsbedarf eingerichtet. Damit ist nun die Versorgung der Bewohner mit Behinderung auch im Alter gesichert.

    Per Mail sharen
    Von
    • Sylvia Schubart-Arand

    Normalerweise leben zwei Drittel der Bewohnerinnen und Bewohner in der SOS-Dorfgemeinschaft bei Hauselternfamilien in Hohenroth im Landkreis Main-Spessart. Doch das Hauselternmodell ist nicht auf den Hilfebedarf ausgelegt, was die Bewohnerinnen und Bewohner mit zunehmendem Alter benötigen. Außerdem sind die bisherigen Häuser nicht barrierefrei. Nun wurde in der Dorf­ge­mein­schaft Ho­hen­roth ein Zentrum für Menschen mit erhöhtem Betreuungsbedarf eingerichtet. Damit können die Hohenrother jetzt über das Erreichen des Rentenalters hinaus dort bleiben und werden bis ans Lebensende versorgt und begleitet.

    Zurück zur Dorfgemeinschaft

    Die ersten 23 älteren Bewohnerinnen und Bewohner sind in dieser Woche eingezogen. Das neue Zentrum in der Mitte der Dorfgemeinschaft ist barrierefrei, rollstuhlgerecht und bietet den Bewohnerinnen und Bewohnern eine Tagesstruktur. Sie freuen sich über ihre Einzelzimmer mit eigenem Bad und darüber, wieder in der Dorfgemeinschaft zu leben, mit der sie stark verwurzelt sind. Sie waren nämlich die letzten zehn Jahre in Burgsinn in der "Villa Adelmann" untergebracht und wurden immer nach Hohenroth gefahren. Doch die Villa ist für die Hohenrother Bedürfnisse zu klein und die Entfernung nach Hohenroth zu weit. Nun können sie wieder in Hohenroth leben.

    Zentrale Lage ermöglich die Teilhabe am öffentlichen Leben

    Durch die zentrale Lage ist gewährleistet, dass die Bewohner der Wohnstätte am öffentlichen Leben in der Dorfgemeinschaft teilhaben und sich aktiv einbringen können. Alle Bildungs-, Förder- und Freizeitangebote wie etwa Internetgruppe, therapeutisches Reiten, Theater, Chorsingen der Gesamteinrichtung sind so nutzbar. Sie können auch leichter an Exkursionen und Ausflügen teilnehmen, im Bewohnerrat mitwirken, Café, Naturkostladen, Werkstätten und den Festsaal selbstständig besuchen.

    3,7 Millionen Euro vom Sozialministerium

    Das Sozialministerium fördert das Projekt der Einrichtung oberhalb von Rieneck mit einem Staatszuschuss von 3,7 Millionen Euro. Die Gesamtplatzzahl der Einrichtung bleibt bei 162 stationären Plätzen. Gefördert wird dieses Projekt durch den Bezirk Unterfranken, den Freistaat Bayern und die Aktion Mensch. Eine große Eröffnungsfeier wird aufs nächste Jahr verschoben

    "Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!