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Ein Reh am Straßenrand (Symbolbild)

Knapp 76.000 Wildunfälle gab es letztes Jahr in Bayern. Ein neues Wildwarnsystem soll Tiere und Autofahrer besser schützen. Es heißt "Animot", was für "Animal Motion" steht und wurde von einer Agentur aus Landshut entwickelt. Getestet wird es unter anderem auf der fünf Kilometer langen Strecke der B15, zwischen Hohenpolding (Lkr. Erding) und Kaltenbrunn (Lkr. Landshut). Die anderen Teststraßen befinden sich im Raum Schweinfurt und Wunsiedel.

Anstieg an Wildunfällen in Niederbayern

Das Pilotprojekt wird laut Bayerischem Innenministerium drei Jahre lang getestet. Die Zahl der Wildunfälle sollen damit deutlich zurückgehen. Wie es vom Polizeipräsidium Niederbayern heißt, gab es im Jahr 2016 insgesamt 14.259 Wildunfälle, im Jahr 2017 stieg die Zahl auf 15.120 Wildunfälle. Zwar liegen die aktuellen Zahlen für das Jahr 2018 noch nicht vor, aber die Polizei geht auch hier von einem Anstieg aus. In zehn Jahren rechnet man insgesamt mit einem Anstieg um rund 24 Prozent.

Licht an Leitpfosten warnt Autofahrer vor Wildtieren

Das Warnsystem arbeitet mit Wärme- und Bewegungssensoren, die an den Leitpfosten rechts und links der Strecke angebracht sind. Kommt ein Wildtier wie Reh, Wildschwein, Fuchs oder Hase in den Sensorbereich, beginnt ein Licht an dem Leitpfosten gelb zu leuchten, um Autofahrer zu warnen. Laut Animot hat jeder Apparat eine Reichweite zwischen 25 und 30 Metern. Das bedeutet, dass bei einem Leitpfostenabstand von 50 Metern an Bundesstraßen der gesamte Bereich rechts und links der Straße abgedeckt werden kann. Das System soll so ausgelegt sein, dass die Apparate an den Leitpfosten miteinander kommunizieren. Der Bayerische Verkehrsminister Hans Reichart (CSU) stellt das neue Wildwarn-System aus Niederbayern am Donnerstagnachmittag vor.