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Die Sea-Eye 4

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    Neues Rettungsschiff Sea-Eye 4 auf dem Weg ins Mittelmeer

    Bald kann der Regensburger Verein Sea-Eye wieder Menschenleben retten: Das neue Schiff Sea-Eye 4 hat seinen Werfthafen verlassen und ist zur Überfahrt ins Mittelmeer aufgebrochen.

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    • BR24 Redaktion

    Das neue Rettungsschiff Sea Eye 4 hat am Samstag den Werfthafen in Rostock verlassen und ist zur Überfahrt ins Mittelmeer aufgebrochen. Es fährt unter deutscher Flagge, teilte der Verein Sea-Eye in Regensburg mit.

    So schnell wie möglich in den Rettungseinsatz

    Die Ankunft des Schiffes in Spanien sei für Ende April geplant. Von dort aus werde es dann so schnell wie möglich in den ersten Rettungseinsatz aufbrechen. Sechs Monate lang wurde das Rettungsschiff von rund 250 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern umgebaut und für den ersten Einsatz vorbereitet. Das ehemalige Offshore-Versorgungsschiff hat eine Krankenstation und ist auch auf Corona-Patienten vorbereitet.

    Aufbruch ist "wichtiges Signal"

    Der Aufbruch der Sea-Eye 4 sei "ein wichtiges Signal eines breiten zivilgesellschaftlichen Bündnisses an die EU-Mitgliedstaaten", sagte Gorden Isler, Vorsitzender des Vereins Sea-Eye. Menschen im Mittelmeer ertrinken zu lassen, um die Zahl der Asylanträge in Europa zu reduzieren und andere von der Flucht abzuschrecken, sei menschenverachtend.

    Der Verein United4Rescue mit insgesamt 744 Bündnispartnern habe Kauf und Umbau des Rettungsschiffs maßgeblich ermöglicht und trage auch einen großen Teil der Einsatzkosten. Die Überfahrt ins Mittelmeer wird durch Zuwendungen der katholischen (Erz-)Bistümer München und Freising, Paderborn und Trier finanziert. Thies Gundlach, Vorsitzender von United4Rescue, sagte, das Schiff sei "auch ein Symbol dafür, dass wir als United4Rescue nicht nachlassen werden im Einsatz für Menschlichkeit".

    Sea-Eye bereits seit 2015 im Einsatz

    Der Verein Sea-Eye wurde 2015 in Regensburg gegründet und rettet seitdem Menschen im zentralen Mittelmeer aus Seenot. Insgesamt beteiligten sich in den vergangenen fünf Jahren über 1.000 ehrenamtliche Sea-Eye Crewmitglieder an der Rettung von 15.189 Menschen.

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