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Neues Projekt will Magerwiesen besser schützen | BR24

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Wertvolle Lebensräume auf Kalkstandorten mit seltenen Pflanzen sollen im Landkreis Main-Spessart durch Trittsteine vernetzt werden - wie beispielsweise an der Homburg bei Gössenheim. Das wurde im Rahmen des Projekts "BayernNetzNatur" beschlossen.

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Neues Projekt will Magerwiesen besser schützen

Wertvolle Lebensräume auf Kalkstandorten mit seltenen Pflanzen sollen im Landkreis Main-Spessart durch Trittsteine vernetzt werden – wie beispielsweise an der Homburg bei Gössenheim. Das wurde im Rahmen des Projekts "BayernNetzNatur" beschlossen.

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Wertvolle Lebensräume auf Kalkstandorten mit seltenen Pflanzen und Tieren im Landkreis Main-Spessart sollen weiter erhalten werden. Die Gebiete sollen nun über "Trittsteine" miteinander vernetzt werden. Ermöglicht wird das durch das BayernNetzNatur-Projekt. Dafür fand jetzt erstmals ein Runder Tisch statt.

Seltene Tiere und Pflanzen schützen

In den nächsten fünf Jahren sollen die überregional bedeutsamen hochwertigen Magerkalkstandorten etwa am Saupurzel in Karlstadt oder auf der Homburg in Gössenheim, die sich über eine rund 400 Quadratkilometer große Fläche erstrecken, weiter geschützt werden. Das Projektziel: Die hochwertigen Magerstandorte weiterhin offen halten, Biotope auch außerhalb der so genannten FFH-Gebiete zu entwickeln und über Trittsteine und -wege die hochwertigen Lebensräume mit vielen seltenen Pflanzen- und Tierarten miteinander verbinden.

Fördergelder und Zuschüsse sollen Projekt sichern

Der Landschaftspflegeverband des Landkreises hat Fördergelder beim Bayerischen Naturschutzfonds beantragt. Insgesamt stehen daraus und mit einem Zuschuss aus Zweckerträgen der GlücksSpirale knapp 600.000 Euro für die Realisierung des BayernNetzNatur-Projekt zur Verfügung. Die Auftaktveranstaltung dafür ist am 13. Oktober am Windrad zwischen Karbach und Urspringen mit einem bunten Programm aus Marktständen und allerlei Wissenswertem rund um die Landschaftspflege.

Landkreis engagiert sich seit Jahren für die Erhaltung

Hintergrund: Schon seit den 1980er-Jahren engagiert sich der Landkreis für die Erhaltung und Wiederherstellung dieser Flächen im Kreisgebiet. Nach dem nach fünf Jahren auslaufenden Life+Natur-Projekt gibt es nun ein Nachfolgeprojekt.

© picture alliance / blickwinkel

Symbolbild: Magerrasen

Was ist eine Magerwiese?

Magerwiesen sind Wildwiesen. Der Boden ist kalkreich und nährstoffarm. Vor allem Pflanzen die konkurrenzschwach sind, gedeihen hier. Dieser Wiesentyp trägt dazu bei, dass seltene Pflanzenarten vor dem Aussterben bewahrt werden. Seltene Schmetterlingen und Insekten finden hier Nahrung. Magerwiesen werden nur ein oder zwei Mal im Jahr gemäht.