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Neues Planfeststellungsverfahren für 2. Stammstrecke | BR24

© Deutsche Bahn

Geplanter Verlauf der zweiten Stammstrecke in München

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Neues Planfeststellungsverfahren für 2. Stammstrecke

Für die 2. Stammstrecke ist ein neues Planfeststellungsverfahren im Bereich Ostbahnhof nötig. Das hat die Bahn am Donnerstag bekannt gegeben. Die Verantwortlichen gehen aber davon aus, dass sich deswegen weder Bauzeit noch Kostenrahmen ändern.

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Ein neues Planfeststellungsverfahren! Das klingt zunächst für geplagte München Pendler erschreckend, aber die Bahn geht davon aus, dass das neue Planfeststellungsverfahren innerhalb von zweieinhalb Jahren abgeschlossen werden kann und weder Bauzeit noch Kostenrahmen verlängert. Es seien weniger Anlieger betroffen als bei den bisher geplanten Baumaßnahmen.

Umplanungen am Ostbahnhof

Das neue Planfeststellungsverfahren ist nötig, weil die Umplanungen am Ostbahnhof so umfangreich sind. Bisher hätte die neue Station am Orleansplatz entstehen sollen, jetzt wurde sie nach Osten verlagert und zwar über die Bahngleise an die Friedenstraße. Die Bahn kann hier eigene Flächen nutzen, die früher für die Autoverladung verwendet wurden. Außerdem wird am Ostbahnhof ein neues Stellwerk gebaut.

Noch mehr Fahrgäste erwartet

Außerdem hat die Bahn heute neue Details zum Planungsstand der Zweiten Stammstrecke bekannt gegeben und die Umplanungen begründet. So geht die Bahn im Vergleich zu den früheren Planungen inzwischen von etwa einem Viertel mehr Fahrgästen für die 2. Stammstrecke aus, weil die Bevölkerung im S-Bahn-Bereich so stark wächst. Dem trügen die Umplanungen Rechnung.

Am Hauptbahnhof wird deshalb ein Großbauwerk für die zweite Stammstrecke und daran angeschlossen eine Entlastungs-U-Bahn U9 mitgeplant und gebaut. Die Kosten für die Station der U9 am Hauptbahnhof trage die Landeshauptstadt, so die Bahn. Diese U-Bahn kann frühestens in den 2030-er Jahren fertiggestellt werden.

Bauarbeiten am Marienhof beginnen

Überall wo die Planungen für die 2. Stammstrecke unverändert sind und die Bahn Baurecht habe, werde entsprechend gebaut, so ein Bahnsprecher. So sollen bald am Marienhof Schlitzwände errichtet werden und ab September werden LKW durch die Innenstadt fahren, um den Aushub abzutransportieren.

Baukosten bei 3,4 Milliarden Euro

Die Baukosten liegen nach verschiedenen Umplanungen und Optimierungen bei gleichzeitig steigenden Kosten für Bauleistungen laut Kretschmer derzeit bei etwa 3,4 Milliarden Euro. Der Kostenrahmen mit Puffer von 3,8 Milliarden Euro werde eingehalten, auch der korrigierte Zeitrahmen. Bis 2028 soll die 2. Stammstrecke in Betrieb gehen.