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Neues immaterielles Kulturerbe aus Ostbayern | BR24

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Das Englmarisuchen gehört jetzt zum immateriellen Kulturerbe.

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    Neues immaterielles Kulturerbe aus Ostbayern

    Der Freistaat hat 13 neue sogenannte kulturelle Ausdrucksformen ins Bayerische Landesverzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Darunter sind auch Bräuche und Traditionen aus Niederbayern und der Oberpfalz.

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    Der Freistaat hat seine Liste des sogenannten immateriellen Kulturerbes erweitert. Zu den 13 neu aufgenommenen Bräuchen, Handwerkstechniken oder Festen gehört jetzt auch das Englmarisuchen in St. Englmar - als erster Brauch im Landkreis Straubing-Bogen.

    Tradition seit 170 Jahren

    Das Englmarisuchen ist ein seit 1850 ein als religiöses Schauspiel belegter Brauch, der alljährlich am Pfingstmontag in Sankt Englmar stattfindet. In diesem Jahr wäre es zum 170. Mal der Fall. Nach einem Umzug mit Teilnehmern in historisch nachempfundenen Kostümen zum Kapellenberg, wo der Überlieferung nach der selige Engelmar im 11. Jahrhundert gelebt haben und ermordet worden sein soll, wird eine überlebensgroße Holzfigur gesucht, die den Leichnam Engelmars darstellen soll. Ist sie gefunden, folgt eine Feldmesse, danach wird die Figur in einer Prozession in den Ort gebracht.

    Karpfenteichwirtschaft mit vielfältiger Bedeutung

    Auch die traditionelle Karpfen-Teichwirtschaft, wie sie in der nördlichen Oberpfalz zu Hause ist, ist jetzt Teil des Bayerischen Landesverzeichnisses des immateriellen Kulturerbes. Laut Bayerischem Heimatministerium verbindet sie "mit ihrer Handwerkskunst und dem Erfahrungswissen um komplexe ökologische Zusammenhänge kulturlandschaftsprägende und identitätsstiftende Aspekte mit Nachhaltigkeitsdenken und kulinarischem Erbe."