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Neues ICE-Werk wird in Nürnberg-Fischbach gebaut | BR24

© BR Fernsehen

Bis 2028 soll in Nürnberg ein neues ICE-Instandhaltungswerk für insgesamt 400 Millionen Euro entstehen. Derzeit läuft das Genehmigungsverfahren. In dem CO2-neutralen Werk sollen täglich bis zu 25 Züge gewartet werden können.

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Neues ICE-Werk wird in Nürnberg-Fischbach gebaut

Nürnberg bekommt bis 2028 ein neues ICE-Instandhaltungswerk. Das neue Werk soll laut Deutscher Bahn im Stadtteil Fischbach gebaut werden. Viele Arbeitsplätze würden geschaffen, aber auch die Umwelt profitiere.

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Von
  • Sophia Ruhstorfer

In den kommenden Jahren will die Deutsche Bahn alle großen Städte im Halbstundentakt ("Deutschlandtakt") miteinander verbinden. Nürnberg wird dann der wichtigste Bahnknotenpunkt in Bayern. Hier kreuzen sich die Bahnlinien München-Berlin und Köln-Wien.

Deutsche Bahn: "450 zukunftssichere Arbeitsplätze für Nürnberg"

Um die ICEs zu warten, soll das neue ICE-Instandhaltungswerk in Nürnberg bis 2028 an den Start gehen. Derzeit laufen nach Angaben der Deutschen Bahn noch mehrere Genehmigungsverfahren. Die Bahn verspricht, dass bis zu 450 Menschen dort zukunftssichere Arbeitsplätze fänden. Die Kosten belaufen sich auf 400 Millionen Euro.

ICE-Instandhaltungswerk der Bahn komplett CO2-neutral

Das neue Instandhaltungswerk solle komplett CO2-neutral sein, verspricht die Bahn. Der Mittelpunkt der Anlage werde eine 450 Meter lange Wartungshalle sein. Pro Tag sollen dort bis zu 25 ICE-Züge aller ICE-Baureihen auf sechs Gleisen gewartet werden können. Insgesamt investiert die Bahn 8,5 Milliarden Euro für den Ausbau und die Modernisierung ihrer Fernverkehrsflotte bis 2026.

"Nürnberg ist ein zentraler Knotenpunkt in unserem Netz und damit ein idealer Standort für unser neues Werk." Ronald Pofalla, DB-Vorstand für Infrastruktur.

Verkehrsminister Andreas Scheuer: Bahn ist Top-Akteur für Klimaschutz

Die Bundesregierung investiere in den Ausbau der Schiene so viel wie nie zuvor, sagte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU). Von 2022 an werde die Bundesregierung erstmals mehr Geld für die Instandsetzung der Schienen ausgeben als für die der Straßen. Die Deutsche Bahn sei der "Top-Akteur für Klimaschutz und zukunftsfeste Jobs."

© BR/Julia Demel

Ronald Pofalla, Kerstin Schreyer, Andreas Scheuer und Markus König.

OB Markus König: "Das tut der Region richtig gut"

Für das neue Werk in Fischbach müssten bis zu 40 Hektar Wald gerodet werden. Der Freistaat Bayern will dafür sorgen, dass mehr als 300 Hektar Staatsforsten als ökologische Ausgleichsflächen zur Verfügung gestellt werden, erklärte die Bayerische Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU). Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König (CSU) freut sich über die Pläne: "Wir schaffen Arbeitsplätze, wir schaffen Innovation. Das passt zu Nürnberg und das tut auch der Region richtig gut."

Die Deutsche Bahn betreibt derzeit neun Instandhaltungswerke – in Nürnberg entsteht das Zehnte.

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