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Neues ICE-Werk in Nürnberg wird konkret | BR24

© BR/Anton Rauch

500 Arbeitskräfte sollen im künftigen Nürnberger ICE-Werk die Züge warten. (Symbolbild)

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    Neues ICE-Werk in Nürnberg wird konkret

    Bundesverkehrsminister Scheuer, Bayerns Ministerpräsident Söder und Oberbürgermeister König wollen am Mittag die Pläne für ein neues ICE-Werk in Nürnberg vorstellen. Rund 500 Arbeitskräfte sollen dort die Wartung von ICE-Zügen übernehmen.

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    Die Deutsche Bahn will mit ihrem sogenannten "Deutschlandtakt" in den kommenden Jahren die Zahl ihrer ICE-Züge auf rund 600 verdoppeln. Sie will dann alle großen Städte, darunter auch Nürnberg, im Halbstundentakt miteinander verbinden. Nürnberg wird dann der wichtigste Bahnknotenpunkt in Bayern. Hier kreuzen sich die Bahnlinien München-Berlin und Köln-Wien.

    "Boxenstopp" in Nürnberg

    Aufgabe des neuen Werks soll es sein, die regelmäßige Wartung aller Triebzugtypen vom ICE 1 bis zum ICE 4 durchzuführen. Außerdem sollen die Techniker dort Störungen schnell beheben, die bei Fahrten in Süddeutschland auftreten. Von einer Art "Boxenstopp" spricht die DB. Anders als früher, wo die Züge für unterschiedliche Wartungsarbeiten verschiedene Werke anfahren mussten, soll in Nürnberg künftig die gesamte Wartung der Triebköpfe und der Waggons stattfinden.

    Genauer Standort noch unklar

    Wo das voraussichtlich 400 Millionen Euro teure Werk entstehen soll, soll ein Raumordnungsverfahren klären. Denkbar ist ein Standort am Rangierbahnhof im Nürnberger Süden. Dort gibt es bereits ein großes DB-Instandhaltungswerk. Andere, mögliche Standorte sind Nürnberg-Fischbach und der Stadtteil Gostenhof. Dort wartet und reinigt die DB derzeit Regionalzüge. Vorteil dieser beiden Standorte wäre die unmittelbare Nähe zur ICE-Strecke und die Anbindung an den Hauptbahnhof.

    Probleme könnte es dagegen mit der Größe geben: Komplette ICE-Züge sind rund 450 Meter lang und brauchen entsprechende Gleise. Auch der Lärmschutz in unmittelbarer Nähe zur Wohnbebauung ist dort immer wieder Thema.

    Bestehendes ICE-Werk soll bleiben

    Das bestehende Werk an der Ingolstädter Straße soll erhalten bleiben. Rund 500 Beschäftigte sind dort derzeit damit beschäftigt, ICE-Züge der ersten Generation komplett zu sanieren und zu modernisieren. Zu Beginn der 2000er Jahre hatte die DB dieses sogenannte "ICE-Werk" schließen wollen. Nach Protesten blieb es erhalten und möbelte zuletzt die ICE-3-Flotte technisch auf. 

    Der aktuelle ICE-1-Auftrag sichert dem Werk die Auslastung bis 2024. Außerdem ist das Werk nach Bahnangaben mittlerweile für die "schwere Instandhaltung" verschiedenster Züge geeignet, darunter eine größere Zahl Münchener S-Bahn-Garnituren. "Und der nächste Auftrag wartet gewiss", so Michael-Ernst Schmidt, Sprecher der DB für Bayern.

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