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Die Deutsche Bahn will im Großraum Nürnberg ein neues ICE-Werk bauen. Neun Standorte kommen in Frage.

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Neues ICE-Werk bei Nürnberg: Jetzt neun Standorte in der Auswahl

Die Deutsche Bahn will im Großraum Nürnberg ein neues ICE-Werk bauen. Nun hat das Unternehmen eine erste Vorauswahl der möglichen Standorte getroffen: Neun Flächen kommen in Frage – darunter weiterhin der umstrittene Standort bei Nürnberg-Altenfurt.

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Von
  • Tina Wenzel

Neun mögliche Standorte hat die Bahn für das geplante ICE-Werk bei Nürnberg ausfindig gemacht. Auch Nürnberg-Altenfurt steht weiter auf der Liste. Dagegen haben heute (29.04.21) erneut Bürger von Altenfurt demonstriert. Mit Protestplakaten positionierten sie sich vor dem DB-Museum, in dem die Bahn zu einer Pressekonferenz geladen hatte. Sie wollen nicht, dass Teile des Bannwalds bei Altenfurt für das ICE-Werk gerodet werden. Zudem fürchten sie mehr Lärm durch das Werk.

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Protest gegen möglichen Standort des ICE-Werks bei Nürnberg-Altenfurt

Neue Standorte für ICE-Werk im Gespräch

Die Standortfrage ist noch nicht entschieden, betont die Bahn. In Frage kommen auch weiterhin Standorte bei Allersberg, das ehemalige Munitionslager Feucht sowie ein Bereich südlich davon. Neu auf der Liste der Bahn sind die Standorte: Raitersaich, Müncherlbach, Heilsbronn, Mimberg und Ezelsdorf. Das Unternehmen rechnet damit, dass es das Werk auch kompakter bauen kann, deswegen sind diese Möglichkeiten neu dazugekommen.

Standorte werden weiter geprüft

Andere Standorte sind nach der ersten Prüfung wieder weggefallen: so zum Beispiel bei Fürth und Baiersdorf. Insgesamt habe die Bahn 70 Standorte rund um Nürnberg betrachtet, sagt DB-Projektleiter Carsten Burmeister. In den kommenden Monaten will die Bahn die neun übriggebliebenen Flächen im Detail prüfen. Es wird zum Beispiel darauf geachtet, ob ein Gebiet im Bannwald liegt oder welcher Lärm zu erwarten ist, betont Burmeister. Im Anschluss erstellt die Bahn ein Ranking der Standorte, mit denen sie dann im November ins Raumordnungsverfahren gehen will. Zuvor will die Bahn mit den betroffenen Anwohnern sprechen. Ab Mai sollen Bürgerdialoge starten.

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Mögliche Standorte für das ICE-Werk bei Nürnberg

Bund Naturschutz: Reichswald ist tabu

Dass die Bahn neue Standorte präsentiert, begrüßt Tom Konopka vom Bund Naturschutz. Er betont aber gleichzeitig, dass ein Standort im Nürnberger Reichswald für den Bund Naturschutz weiterhin tabu sei. Dies ist bei Altenfurt, Allersberg und den beiden Standorten bei Feucht der Fall. Der Bund Naturschutz werde sich schützend vor den Wald stellen.

Rund 400 Millionen Euro will die Bahn in das ICE-Werk investieren und 450 neue Arbeitsplätze schaffen. 2028 soll das neue Werk fertig sein.

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Wo genau das geplante ICE-Werk bei Nürnberg gebaut werden soll, steht noch nicht fest. Vor allem im Ortsteil Altenfurt gibt es schon jetzt heftigen Widerstand. Heute hat die Bahn einen Überblick über die nächsten Schritte gegeben.

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