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Neues Förderzentrum in Aschaffenburg dank Sternstunden | BR24

© Katrin Küx/BR

Neues Förderzentrum in Aschaffenburg dank Sternstunden

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Neues Förderzentrum in Aschaffenburg dank Sternstunden

Es gehört zu den Sternstunden-Projekten des Bayerischen Rundfunks: Der Bau des neuen Förderzentrums Sehen mit Schule, Heilpädagogischer Tagesstätte und Frühförderung. Nun war Spatenstich in Aschaffenburg für die neue Schule.

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Auf rund 3.000 Quadratmetern Gebäudefläche entsteht ein moderner Lern- und Förderort für 50 Kinder in unterschiedlichen Altersstufen, mit schulvorbereitender Einrichtung, Grund- und Mittelschulstufe. "Darüber hinaus betreuen wir über den mobilen Dienst Sehen nochmal 50 Kinder und Jugendliche an anderen Regelschulen und Förderzentren und natürlich über die Frühförderung Sehen, die auch dort in der Region die Kinder von der Geburt bis zum Schuleintritt betreut, weitere 50. Am bisherigen Standort in Elsenfeld (Lkr. Miltenberg) mussten wir aufgrund der räumlichen Bedingungen leider sagen, dass wir nur eine bestimmte Anzahl Kinder aufnehmen können", so Schulleiterin Heike Sandrock gegenüber dem Bayerischen Rundfunk.

Spezielle Hilfsmittel erforderlich

Der Neubau war notwendig geworden, weil die derzeitigen Schul- und Tagesstättenräume des Blindeninstituts Untermain in Elsenfeld aufgrund der zunehmend komplexeren Behinderungen der Schüler räumlich an ihren Grenzen angelangt sind. Denn Schüler, die zusätzlich zur Blindheit oder Sehbehinderung weitere körperliche oder Sinnesbehinderungen haben, benötigen zur Bewältigung des Schulalltages zahlreiche spezifische Hilfsmittel. Insgesamt kostet der Neubau der Würzburger Blindeninstitutsstiftung am Untermain 16 Millionen Euro. Er umfasst neben geräumigen Klassenzimmern und Fluren auch ein Therapieschwimmbad, ein Fußballfeld und Spielplatz im Außenbereich.

Unterstützung durch Sternstunden

Das Bayerische Kultusministerium übernimmt 13,4 Millionen Euro der Kosten, das Sozialministerium 287.000 Euro und der Bezirk Unterfranken 95.500 Euro. Unterstützung erhält die Blindeninstitutsstiftung auch durch die Aktion Sternstunden des Bayerischen Rundfunks mit einer Förderung von rund 884.000 Euro und die Stiftung Landesblindenanstalt mit 160.000 Euro. Ab Anfang 2022 sollen in diesem Zentrum Schülerinnen und Schüler mit Blindheit oder Seh- und Mehrfachbeeinträchtigung wohnortnah unterstützt werden. Für Stiftungsvorstand Johannes Spielmann schließt das Neubauprojekt einen historischen Kreis. Vor exakt 166 Jahren hatte Stiftungsgründer Moritz Graf-zu-Bentheim-Tecklenburg-Rheda, der ein Ehrenbürger Aschaffenburgs ist und auf dem dortigen Altstadt-Friedhof seine Ruhestätte hat, die erste Schule der Blindeninstitutsstiftung in Würzburg eröffnet.

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Es gehört zu den Sternstunden-Projekten des Bayerischen Rundfunks: Der Bau des neuen Förderzentrums Sehen mit Schule, Heilpädagogischer Tagesstätte und Frühförderung. Heute ist Spatenstich in Aschaffenburg für die neue Schule.