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Neuer Wiesnchef Baumgärtner: Bitte keine Bierpreisdiskussion! | BR24

© picture alliance/Lino Mirgeler/dpa

Will die Wiesn wegbringen vom Saufgelage-Image: Clemens Baumgärtner

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    Neuer Wiesnchef Baumgärtner: Bitte keine Bierpreisdiskussion!

    Seit März ist Clemens Baumgärtner (CSU) Wirtschaftsreferent der Stadt München und damit auch neuer Wiesnchef. Drei Wochen vor dem Anstich verrät er, was ihm am größten Volksfest der Welt besonders wichtig ist.

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    Der neue Wiesnchef Clemens Baumgärtner will das Münchner Volksfest wegbringen vom Image des Massen-Saufgelages. "Die Wiesn darf nicht reduziert werden auf Essen und Trinken", sagt der CSU-Politiker. Familien zum Beispiel kämen in erster Linie wegen der Fahrgeschäfte, so der zweifache Familienvater. "Es gibt einen guten Teil der Gäste, die gehen gar nicht ins Festzelt." Als Festleiter hat der gebürtige Münchner ein erklärtes Ziel:

    "Den Volksfestcharakter zu bewahren, das ist die Überschrift über allem." Wiesnchef Clemens Baumgärtner

    Seit März ist Baumgärtner als neuer Wirtschaftsreferent zugleich Leiter des größten Volksfestes der Welt. Und er ist sich der Wichtigkeit dieses Amts bewusst. Das Münchner Oktoberfest sei ein Aushängeschild für den Freistaat, so Baumgärtner, "aber auch für ganz Deutschland, weil sie im Ausland sehr stark wahrgenommen wird". Die alljährliche aufgeregte Debatte über die Erhöhung des Bierpreises allerdings will der Neue nicht mitmachen. Der Bierpreis liege nicht sehr viel höher als in Lokalen in der Münchner Innenstadt, betont der 43-jährige Münchner.

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    "Man wird kaum irgendwo höherwertige Ware bekommen als auf der Wiesn." Clemens Baumgärtner

    Seit 23 Jahren ist Baumgärtner das Gesicht der CSU im Münchner Stadtteil Untergiesing-Harlaching, setzte sich dort unter anderem für Tempolimits auf Wohnstraßen ein oder für den Erhalt der Siedlungsstruktur. Als Wirtschaftsreferent folgt Clemens Baumgärtner auf Josef Schmid (CSU) und er zeigt sich auch bei der Ausrichtung des Oktoberfests ähnlich traditionsverbunden: Neuerungen dosiert der CSU-Mann vorsichtig. So können dieses Jahr beispielsweise chinesische Wiesnbesucher erstmals ihre Maß oder ihr Hendl über das Onlinebezahlsystem Alipay begleichen.

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    Baumgärtners persönlicher Wiesnfahrplan steht auch bereits: "gebrannte Mandeln, dann Riesenrad". Danach gehe er entweder ins Festzelt oder zum 150 Jahre alten Illusionentheater "Schichtl". Auf der "Oiden Wiesen" im Südteil des Festgeländes habe es ihm besonders die "Bonbonmanufaktur" mit ihrer historischen Bonbonwalze angetan.