BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

Neuer Trainingsalltag für Triathletin Anne Haug in Corona-Zeiten | BR24

© BR

Anne Haug hat als erste Deutsche den Ironman auf Hawaii gewonnen. Wegen der Corona-Pandemie darf sie in keinen Pool zum Schwimmen steigen. Trotzdem trainiert sie weiter. Zuhause in Bayreuth.

Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten
  • Artikel mit Video-Inhalten

Neuer Trainingsalltag für Triathletin Anne Haug in Corona-Zeiten

Seit Wochen werden Wettkämpfe wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Für Spitzensportler heißt das: improvisieren. Auch die Bayreuther Triathletin und Ironman-Gewinnerin Anne Haug stellt ihr Training um - der Pool fehlt ihr da besonders.

Per Mail sharen
Von
  • Kristina Kreutzer

Im vergangenen Jahr hat Anne Haug als erste Deutsche auf Hawaii den Ironman gewonnen. Die 37-Jährige ist seit 14 Jahren Profisportlerin. Die Corona-Pandemie zwingt auch sie derzeit ihren Trainingsalltag umzustellen, nachdem Mitte März auch der Olympiastützpunkt in Saarbrücken für Berufssportler geschlossen hat. Seitdem ist sie in ihrer Heimatstadt Bayreuth und improvisiert.

Der Challenge in Roth ist abgesagt, die EM in Frankfurt auf unbestimmte Zeit verschoben. Für die Profi-Triathletin und Ironman-Gewinnerin 2019 heißt es jetzt: Sich motivieren, ohne zu wissen, wann sie wieder gegen andere Athleten antreten kann.

"Ich sehe es aber auch als Chance, jetzt habe ich Zeit vielleicht an so Kleinigkeiten zu arbeiten, für die während der Saison keine Zeit war zu arbeiten. Vielmehr im athletischen Bereich zu machen. Dass ich dann, wenn es wieder losgeht, top fit bin." Anne Haug, Profi-Triathletin

Fehlender Pool macht Probleme

Aktuell improvisiert Anne Haug mit Laufband und einem Zwift – einem Fahrrad auf der Rolle. Ihr Lauf- und Radtraining kann sie damit derzeit gut stemmen. Große Probleme hat sie aber mit dem Schwimmtraining. Ihr fehlt durch die geschlossenen Schwimmhallen ein Pool.

"Wir machen Ausdauersport. Das heißt es lebt von einer Regelmäßigkeit. Jeder Tag den ich nicht im Wasser bin, wirft mich Monate zurück. Du kannst zwar versuchen die Muskulatur zu erhalten, aber dieses Wassergefühl kannst du nicht simulieren, und deswegen hoffe ich, dass die Profisportler wenigstens wieder ihrem Beruf nachgehen können." Anne Haug, Profi-Triathletin

In Niedersachsen und Potsdam dürfen Berufssportler bereits wieder in ausgewählte Schwimmhallen. Auch im Saarland soll bald über Lockerungen entschieden werden. Ein bisschen Hoffnung für die Triathleten, die durch wegfallende Sponsoren gerade nicht nur um ihre sportliche Existenz kämpfen. 

© BR24 Sport

Triathletin Anne Haug muss improvisieren. Mit Laufband und Radfahren auf der Rolle ist sie zwar gut aufgestellt, für das Schwimmtraining fehlt ihr allerdings ein Pool. "Jeder Tag den ich nicht im Wasser bin, wirft mich um Monate zurück", so Haug.

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!