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Neuer Tierschutzskandal im Oberallgäu: Tiere stehen in Gülle | BR24

© Regionalnachrichten aus Schwaben

Mehrere Zentimeter tief stehen Rinder auf einem Hof in flüssiger Gülle. Bilder dazu hat die Tierschutzorganisation "Metzger gegen Tiermord" veröffentlicht. BR-Recherchen bestätigen die Echtheit.

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Neuer Tierschutzskandal im Oberallgäu: Tiere stehen in Gülle

Erneut gibt es eindeutige Hinweise auf einen Tierschutzskandal im Oberallgäu. Eine Tierschutzorganisation hat Bilder von einem Hof in Dietmannsried veröffentlicht. Sie zeigen Tiere, die in flüssiger Gülle stehen.

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Zehn bis 15 Zentimeter tief stehen Jungrinder auf einem Bauernhof in flüssiger Gülle. Zu sehen ist das auf Foto- und Videoaufnahmen der Tierrechtsorganisation "Metzger gegen Tiermord" von einem landwirtschaftlichen Betrieb in Dietmannsried im Oberallgäu. Der Familienbetrieb hält schätzungsweise 200 bis 300 Tiere. Die Echtheit der Bilder konnte durch eine Rechercheeinheit des Bayerischen Rundfunks bestätigt werden.

Landwirt erklärt Bilder mit geplatztem Ventil

Der Landwirt äußerte sich heute zu dem Fall. Er gibt an, ein Ventil sei geplatzt und das habe zu einer Art Überschwemmung geführt. Allerdings räumte er auch ein, dass es in der Vergangenheit einige Anzeigen gegen den Hof gegeben habe. Auch sei das Veterinäramt vor vier Wochen zu Kontrollen bei ihm gewesen.

Tierschutzorganisation beklagt Systemversagen im Oberallgäu

Der Hof ist bereits der dritte Betrieb in Dietmannsried, bei dem erhebliche Missstände festgestellt wurden. Im Nachbarort Bad Grönenbach ermittelt zudem eine eigene Sonderkommission seit Monaten gegen drei Rinderhalter. "Der sechste Tierschutzskandal auf wenigen Quadratkilometern innerhalb eines Jahres deutet auf ein Systemversagen hin", sagte Philipp Hörmann von "Metzger gegen Tiermord". Das Landratsamt Oberallgäu äußerte sich noch nicht zu dem Fall. Als Grund gab eine Sprecherin die Auslastung im Zusammenhang mit dem Coronavirus an.

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