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Neuer Rekord bei Weißstörchen in Bayern | BR24

© Markt Geiselwind

Weißstorch mit Babys

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    Neuer Rekord bei Weißstörchen in Bayern

    In Bayern gibt es so viele Weißstörche wie noch nie. Offenbar haben sich eine Reihe von Störchen neu im Freistaat angesiedelt. Den Jungvögeln hingegen hat der Regen im Mai zugesetzt.

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    In einigen Regionen Bayerns hat der verregnete Wonnemonat vielen Storchenjungen das Leben gekostet. Vor allem den größeren Jungstörchen in Südbayern habe das Wetter zugesetzt, sagte Expertin Oda Wieding vom Landesbund für Vogelschutz (LBV) in Hilpoltstein (Lkr. Roth). Zum Teil sei die Hälfte der Jungstörche gestorben. Die Küken hingegen hätten die Regenfälle unter dem Gefieder der Altvögel meist besser überstanden, so Wieding.

    Mittelgroße Storchenjunge besonders gefährdet

    Regentage im Mai seien für mittelgroße Storchenjunge in der Hauptwachstumsphase besonders kritisch. Wegen ihrer Größe könnten die Altvögel sie nicht mehr so gut gegen die Witterung abschirmen. Hinzu komme, dass jeder hungrige Storchenschnabel bis zu einem Kilogramm Futter pro Tag verlange. Bei Regen fänden die Störche mit nassem und schwerem Gefieder aber nur wenig Nahrung, sagte Storchenexpertin Wieding weiter.

    Brutverluste vor allem in Schwaben und Oberbayern

    Der Bruterfolg dieser Saison werde also regional sehr unterschiedlich ausfallen. Die höchsten Brutverluste würden wohl vor allem in Schwaben und Oberbayern auftreten, sagte Wieding. Dort hatte es im Mai besonders viel geregnet. Dass es dennoch eine Rekordzahl bei den Weißstörchen gibt, liegt nach Aussage der LBV-Expertin daran, dass viele Störche neu nach Bayern gezogen sind.