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In Plech soll das erste Karls Erlebnis-Dorf in Bayern öffnen.

Bildrechte: Karls Markt OHG
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Neuer Park in Plech: Erstes "Karls Erlebnis-Dorf" in Bayern

Auf dem Gelände des ehemaligen Fränkischen Wunderlands soll ein neuer Freizeitpark entstehen. Die Gemeinde Plech hat das Grundstück nun verkauft, bis 2026 will der neue Eigentümer den Park bauen, den es bislang noch nicht in Bayern gibt.

Von
Kristina KreutzerKristina KreutzerFrederik EichstädtFrederik Eichstädt
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Das Aus für das Fränkische Wunderland war zuletzt schon bekannt geworden, nun steht auch der Nachfolger für den Freizeitpark an der A9 im Landkreis Bayreuth fest. Aus der Westernstadt im ehemaligen "Fränkischen Wunderland" in Plech wird ein Erdbeerdorf. Unternehmer Robert Dahl unterschrieb den Kaufvertrag für das rund zwölf Hektar große Gelände des ehemaligen Wunderlands im Landkreis Bayreuth. Es sei Liebe auf den ersten Blick gewesen, der Standort sei perfekt. Die Eröffnung von Karls Erlebnis-Dorf in Plech sei für 2026 geplant. Es sollen dort 100 ganzjährige Arbeitsplätze entstehen. Das Erlebnisdorf soll 365 Tage geöffnet haben.

8.000 Tonnen Erdbeeren als Basis für einen Freizeitpark

Bereits am Montagabend hat der Gemeinderat für den neuen Freizeitpark gestimmt und damit die Weichen für den Bebauungsplan gestellt. Bekannt dürfte "Karls Erlebnisdorf" dem ein oder anderem von seinen Ostsee-Urlauben sein. Bisher gibt es in Nord- und Ostdeutschland neun solcher Erlebnisdörfer, bei denen sich alles um die Erdbeere dreht.

Auf 410 Hektar Land rund um Rostock baut "Karls" jährlich bis zu 8.000 Tonnen Erdbeeren an. Im Laufe der Jahre hatte sich der Hofverkauf der Früchte zu einem Erlebnisdorf weiterentwickelt. Mittlerweile ist es eine Mischung aus Gastronomie, Schaumanufakturen und Fahrgeschäften geworden. Vor Ort werden beispielsweise Marmeladen, Bonbons, Kaffee und Seifen hergestellt. Der Eintritt ist frei, die Fahrgeschäfte kosten dafür allerdings. Zielgruppe sind vor allem Familien mit Kindern bis zwölf Jahre. Oberfranken wird der erste Standort in Bayern sein.

"Westernstadt ist out": Plech richtet Blick in die Zukunft

Die Erleichterung stand Plechs Bürgermeister Karlheinz Escher (Freie Wähler) sichtlich ins Gesicht geschrieben. Es gebe drei, vier Knackpunkte, die er in seiner Amtszeit gerne geregelt haben wolle. Das Wunderland Plech war einer davon. "Wir haben darauf auch lange genug gewartet", so Escher.

Seit sieben Jahren stand der Markt Plech immer wieder in Verhandlungen rund um die Zukunft des 2013 geschlossenen Freizeitlandes. Das wolle man nun hinter sich lassen und nach vorne blicken, so Escher. In Gesprächen mit möglichen Investoren habe sich immer mehr gezeigt, dass die "Westernstadt antiquiert und out" sei, so Escher. "Wenn jetzt jemand etwas Neues macht in dieser Branche, dann wird es nicht die Westernstadt sein", so der Bürgermeister.

Zustande kam der Kontakt zwischen Karlheinz Escher und Robert Dahl, weil ein Lieferant der Karls Markt OHG aus Franken kommt und Dahl auf das Gelände des ehemaligen Wunderlandes aufmerksam gemacht habe, so der Unternehmer. Dann sei alles sehr schnell gegangen. Innerhalb von 100 Tagen wurde das Gelände besichtigt und der Kaufvertrag unterzeichnet. Auch für den Unternehmer ein ungewöhnliches Tempo. "Es passte einfach vieles. Die Grundstücksgröße ist ideal und auch die Vorprägung durch das Fränkische Wunderland macht vieles einfacher", so Dahl.

Märchenwald könnte erhalten bleiben

Ob und was vom ehemaligen Wunderland erhalten bleibt, sei noch nicht klar. Eventuell wird die ein oder andere Erinnerung sich in dem neuen Park wiederfinden. Überlegungen, zumindest den "Märchenwald" zu behalten, gibt es bereits.

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