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Neuer Notvorstand will Mitglieder über Zukunft befragen | BR24

© picture-alliance/dpa

Essensausgabe bei der Nürnberger Tafel

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    Neuer Notvorstand will Mitglieder über Zukunft befragen

    Die mit Problemen kämpfende Nürnberger Tafel hat einen neuen Notvorstand. Dieser will möglichst schnell eine Mitgliederversammlung einberufen, um über die Zukunft des Vereins mit seiner Lebensmittelausgabe für Bedürftige zu entscheiden.

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    Wie der neue Notvorstand Philipp Schäfer am Montag erklärte, habe das Amtsgericht ihn sowie einen Anwalt, der schon seit längerem für den Verein tätig ist, als neue Notvorstände eingesetzt. Bis auf weiteres werde die Tafel ihren Betrieb ganz normal fortsetzen, so Schäfer.

    "Wir werden auch künftig bei Bedarf durch das Bayerische Rote Kreuz unterstützt." Philipp Schäfer, Notvorstand Nürnberger Tafel

    Wahl zu neuem Vorstand

    Bei der Versammlung sollen die Mitglieder laut Schäfer dann möglicherweise nochmals über den Übergang zu einem professionellen Träger abstimmen. Zudem sei die Wahl eines neuen Vorstands geplant. Ein Termin stehe noch nicht fest. Der 29 Jahre alte Schäfer war nach eigenen Angaben seit drei Jahren ehrenamtlicher Helfer der Tafel.

    Zukunft ungewiss

    Anfang Februar hatten die Vereinsmitglieder sowohl das Bayerische Rote Kreuz als auch die Stadtmission als neue Träger abgelehnt. Dafür hätte der Verein aufgelöst und in eine der beiden Organisationen eingegliedert werden müssen. Auch die Wahl eines neuen Vorstands scheiterte. Wegen Überlastung der etwa 150 ehrenamtlichen Mitarbeiter hatte die Tafel im vergangenen Oktober kurzzeitig ihren Betrieb eingestellt. Der Vorstand war damals aus dem gleichen Grund zurückgetreten – ein in Deutschland einmaliger Vorgang.