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Neuer Höchststand von FSME-Fällen in Bayern | BR24

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Die Zahl der gemeldeten FSME-Erkrankungen ist in Bayern in diesem Jahr so hoch wie noch nie. Bislang wurden 189 FSME-Fälle in Bayern gemeldet, so Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU).

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Neuer Höchststand von FSME-Fällen in Bayern

Es mag nach einer kleinen Zahl klingen, doch mit 189 gemeldeten FSME-Fällen in Bayern ist die Zahl in diesem Jahr auf einen neuen Höchststand geklettert. Der Schutz per Impfung wird deshalb wieder verstärkt geraten.

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Mit den 189 gemeldeten Fällen, die durch Zecken übertragener Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), ist die Zahl um insgesamt sieben Fälle in diesem Jahr im Vergleich zu 2017 angestiegen. Für die bayerische Gesundheitsministerin ist damit eine deutliche Grenze überschritten.

"In diesem Jahr wurden bislang 189 FSME-Fälle in Bayern gemeldet. Das sind sieben Fälle mehr als im Vergleichszeitraum 2017 - und so viele Fälle wie noch nie seit Einführung der Meldepflicht 2001" Gesundheitsministerin Melanie Huml

Impfungen können gegen FSME schützen - wenn sie rechtzeitig gemacht wird

Also Konsequenz aus dem Anstieg und der Gefahr, die durch FSME für die Gesundheit ausgeht, empfiehlt Huml sich bereits jetzt impfen zu lassen. Gerade für Kinder, die oftmals in Wiesn und zwischen Sträuchern herumtoben, lässt sich so die Gefahr durch einen Zeckenbiss eingrenzen.

"Wer sich gegen FSME impfen lässt, kann eine gefährliche Hirnhautentzündung verhindern. Wer jetzt beginnt, ist für die nächste Zeckensaison im Frühjahr gewappnet." Gesundheitsministerin Melanie Huml

Für einen kompletten Impfschutz seien drei Impfungen innerhalb eines Jahres erforderlich. Alle drei bis fünf Jahre bedürfe es einer weiteren Impfung, um den Schutz aufrechtzuerhalten. Aktuell sei im Freistaat nur etwa ein Drittel der Schulanfänger gegen FSME geimpft.

Nicht nur FSME-Anstieg sondern auch gestiegene Zahl der Lyme-Borreliose

Auch die ebenfalls durch Zecken übertragene Lyme-Borreliose ist in Bayern auf dem Vormarsch. Laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit wurden in diesem Jahr bisher 4.469 Fälle bekannt - im gleichen Vorjahreszeitraum waren es 2.989. Die Lyme-Borreliose ist eine Infektionskrankheit, die auch Wochen nach dem Zeckenstich noch zu schmerzhaften Entzündungen etwa von Nerven oder Gelenken führen kann. Gut erkennbar ist die Lyme-Borreliose an der sogenannten Wanderröte, einer ringförmigen Rötung um die Zeckenstichstelle. Gegen die Lyme-Borreliose schützt keine Impfung, sie gilt aber bei frühzeitiger Diagnose als gut behandelbar.

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  • BR24 Redaktion
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