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Viel Zeit macht erfinderisch: So ging es jedenfalls vier Gründern aus Schwaben. Sie haben die Lockdown-Zeit genutzt und eine neue Art von Frisbee erfunden: Capsbee. Das Fangen ist hier Kopfsache.

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Neuer Freizeitsport? Vier Memminger erfinden fliegenden Hut

Viel Zeit macht erfinderisch: So ging es jedenfalls vier Gründern aus Schwaben. Sie haben die Lockdown-Zeit genutzt und eine neue Art von Frisbee erfunden: Capsbee. Das Fangen ist hier Kopfsache.

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  • Julia Ruhs
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Während der Lockdown-Zeit haben vier Memminger Gründer ein neues Spielgerät entwickelt

Gefangen wird nicht mit der Hand, sondern mit dem Kopf: Das ist die Idee hinter Capsbee, einer neuen Form des Frisbee. Das Capsbee sieht aus wie ein fliegender Hut – und das ist es auch. Denn genauso wie es sich zum Spielen eignet, eignet es sich auch als Sonnenhut.

Erster Lockdown bescherte Gründern viel Zeit zum Tüfteln

Die Erfinder des Flug-Hutes sind vier Memminger. Sie setzten ihre Capsbee-Idee im ersten Lockdown des vergangenen Jahres in die Tat um. Zeit hatten sie damals nämlich genug – in ihre normalen Jobs konnten sie in den ersten Corona-Wochen nicht zurück. Also fingen sie an, die ersten Hüte selbst zu nähen und meldeten ihre Erfindung als Patent an.

Ein nasser Anglerhut brachte sie auf die Idee

Auf die Idee kam Matthias Klein, einer der vier Gründer, schon Jahre zuvor bei einem gemeinsamen Urlaub mit einem Freund. Als sie mit ihren Töchtern am Strand ankamen, hatten sie nichts zum Spielen dabei. Also wurde ihr alter Anglerhut zweckentfremdet: "Wir haben festgestellt, dass der Hut sehr gut fliegt, wenn man ihn nassmacht. Und dass man den werfen kann wie eine Frisbee-Scheibe und auch mit dem Kopf fangen kann. Wir haben dann jeden Tag drei, vier Stunden im Wasser gespielt", erzählt der Gründer.

Fangen mit dem Kopf gar nicht so einfach

Ihr neues Spielgerät hatte einen überraschenden Effekt: Schnell fingen auch die Leute in ihrem Umkreis an, mitzuspielen. Dass mehr drin ist im Spiel mit dem alten Anglerhut, zeigte auch die Motivation, die die anderen Mitspieler an den Tag legten: "Wir hatten damals einen Jugendlichen, der drei Stunden geübt hat, bis er den Hut endlich gefangen hatte."

Capsbee fliegt etwa 30 Meter weit

Auch der fertig entwickelte Flug-Hut fängt sich gar nicht mal so einfach mit dem Kopf. Gerade das mache aber den Reiz aus: So sei man motiviert, weiterzuüben, sagt Matthias Klein. Auch die Erfinder selbst haben höchstens eine Fang-Quote von 50 Prozent. Nicht verwunderlich, denn schließlich fliegt das Capsbee auch um die 30 Meter weit.

Um diese Flugweite zu erreichen, mussten die Erfinder bei der Herstellung einiges beachten: Schließlich sollte der Hut geworfen werden können wie ein Frisbee. Gleichzeitig sollte das Material aber so leicht sein, dass das Fangen mit dem Kopf nicht unangenehm wird. Und der Stoff musste trotzdem robust genug sein, damit er vom vielen Werfen nicht aufgerieben wird. Auch beim Tragen als Sonnenschutz soll er nämlich noch gut aussehen.

Spielgerät mit meterweise Abstand

In Kürze geht der Flug-Hut in Produktion. Für etwa 30 Euro kann man sich das Capsbee bereits im Internet vorbestellen. Für Linus Reulein, einem der Gründer, ist ihre Idee ideal für den kommenden Corona-Sommer: "Ich beobachte aktuell immer die Frisbee-Spieler in Parks und an Seen. Es ist krass, wie sich die Community vergrößert hat. Denn man kann das draußen spielen mit viel Abstand." Wenn begeisterte Frisbee-Spieler erstmal auf ihre Erfindung aufmerksam werden – dann könne Capsbee diesen Sommer ein Hit werden, so Reulein.

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