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Der gelbe Drachenwels - gefangen in der Donau
© BR/Christian Riedl
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Der gelbe Drachenwels - gefangen in der Donau

In der Donau, speziell zwischen Regensburg und Straubing, werden immer häufiger Exemplare des Gelben Drachenwelses gefangen. Dieser Fisch stammt ursprünglich aus dem Ostasiatischen Raum und ist dort als Speisefisch bekannt. Das Tier könnte bei Hochwassern aus Zuchtanlagen herausgeschwommen oder von Aquarienbesitzern ausgesetzt worden sein. In Bayern macht der Raubfisch, der bis zu 35 Zentimeter lang werden kann, den Experten jetzt eher Sorgen:

"Weil der Drachenwels gerade in den Altwässern lebt und gefangen wird, sehen wir ein großes Problem, da die Altwässer für die heimischen Fischarten die Kinderstuben sind. Dort laichen viele Donaufische ab, weil das Wasser wärmer ist gegenüber der Donau." Stephan Paintner, Fischereifachberater für Niederbayern

von links: Markus Burger, Vater Ludwig Burger und der Fischereifachberater für Niederbayern Stephan Paintner

von links: Markus Burger, Vater Ludwig Burger und der Fischereifachberater für Niederbayern Stephan Paintner

Drachenwels ist ein Nesträuber

Der Drachenwels könnte im Altwasser als Raubfisch die Bestände heimischer Fischarten also dezimieren. Selbst hat der Drachenwels kaum Fressfeinde, da er durch seine spitzen Stacheln auf Brust und Rücken für größere Fische oder Vögel zur schmerzhaften Nahrung werden würde. Und für einen Speisefisch ist der Gelbe Drachenwels eigentlich zu klein. Durch die Stacheln kommt er als „Portionsfisch“ im Ganzen nicht in Frage. Wird er filetiert, bleiben von dem 300 Gramm schweren Tier meist unter 100 Gramm als Filet übrig, so Stephan Paintner. Der Experte bezweifelt deswegen, dass sich der Gelbe Drachenwels als Speisefisch in der Donau durchsetzt. Im Asiatischen Raum wird der Wels als Delikatesse extra gezüchtet.