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Neuer Birnen-Kulturweg in Sommerhausen eröffnet | BR24

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Hänserbirne, Eierbirne, Röhrlesbirne: Ein neuer Kulturweg im Tierpark Sommerhausen widmet sich seltenen Birnensorten. Ein Biologielehrer hat den Pfad zusammen mit einer Schülergruppe ins Leben gerufen.

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Neuer Birnen-Kulturweg in Sommerhausen eröffnet

Hänserbirne, rote Eierbirne, Röhrlesbirne: Ein neuer Kulturweg im Tierpark Sommerhausen widmet sich seltenen Birnensorten. Ein Biologielehrer hat den Pfad zusammen mit Schülern und einem Gartenbauverein ins Leben gerufen.

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Im Tierpark in Sommerhausen im Landkreis Würzburg ist der neue Birnen-Kulturweg offiziell eröffnet worden. Auf dem Lehrpfad sind insgesamt zwölf Birnbäume angepflanzt – alles seltene und alte Sorten, die es in keiner Baumschule mehr gibt. Schautafeln informieren über die Besonderheiten der Birnen.

Birnen-Kulturweg informiert über Sortenvielfalt

"Vor 100 Jahren hat es in Bayern noch über 1.500 Birnensorten gegeben. Davon sind jetzt vielleicht noch ein paar Hundert übrig", sagt Initiator Harald Biedermann. Auf dem Birnen-Kulturweg will er den Besuchern diese Sortenvielfalt nahebringen. Zusammen mit Realschülern und dem Obst- und Gartenbauverein Ochsenfurt hat er den Pfad ins Leben gerufen. Der Biologielehrer will zeigen, dass die Birne einst ganz anders genutzt wurde als heute.

Plädoyer für regionales Obst

Die Birne sei häufig zum Beispiel zu Kompott oder Saft eingekocht oder gedörrt worden, um sie haltbar zu machen. Auch das Holz war begehrt. Biedermann will zudem darauf aufmerksam machen, dass es sinnvoll ist, heimisches Obst zu kaufen – statt Obst aus fernen Ländern. "Diese Streuobstwiesen bekommen dann wieder einen Wert, wenn wir sie nutzen. Da sind wir als Verbraucher gefragt. Wenn wir Birnen aus Argentinien kaufen, dann werden sie dort hergestellt. Bei uns fallen sie vom Baum und vergammeln", sagt Biedermann.

Streuobstwiesen sind Lebensraum

Die Besucher des Birnen-Kulturwegs bekommen außerdem Informationen zum Lebensraum Streuobstwiese: Dort können sich viele Tier- und Pflanzenarten ansiedeln. Außerdem können Streuobstwiesen Erosion verhindern, sie spenden Schatten und dienen als Windschutz.

Der Lehrpfad beschäftigt sich zudem mit den besonderen Namen der alten Birnensorten. "Viele Birnensorten haben fränkische Namen, wie Trutzerle oder Lämmerwäsele. Andere heißen Hänserbirne, rote Eierbirne oder Röhrlesbirne", sagt Biedermann.

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Im Tierpark in Sommerhausen ist der neue Birnen-Kulturweg eröffnet worden. Auf dem Lehrpfad sind insgesamt zwölf Birnbäume angepflanzt. Alles seltene und alte Sorten, die es in keiner Baumschule mehr gibt.