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Neuer Aufsichtsrat, positive Bilanz | BR24

© pa/dpa

Diehl in Nürnberg

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    Neuer Aufsichtsrat, positive Bilanz

    Gut zweieinhalb Monate nach dem Tod des langjährigen Vorstandschefs Thomas Diehl hat der Nürnberger Technologie- und Rüstungskonzern erste personelle Weichen gestellt. Die Bilanz des vergangenen Jahres fiel indes positiv aus.

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    Künftig übernehmen die Kinder des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Thomas Diehl verstärkt Verantwortung beim Nürnberger Familienunternehmen. Thomas Diehl war am 16. April im Alter von 66 Jahren überraschend gestorben.

    "Die Gremien des Hauses, sprich Aufsichtsrat und Gesellschafter, haben die Entscheidung gefällt, Markus Diehl in den Aufsichtsrat zu nehmen." Wolfgang Weggen, stellvertretender Vorstandsvorsitzender bei Diehl

    Der mit 34 Jahren jüngste Sohn Markus Diehl vertrete im Aufsichtsrat die Interessen der Familie, sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Wolfgang Weggen bei der Vorstellung des Bilanzberichts 2016. Die Gesellschafter und Aufsichtsräte seien zudem dabei, die Nachfolge von Thomas Diehl zu regeln.

    Markus Diehl, aber auch die beiden anderen Kinder Alexander Diehl und Stephanie Haas kämen für den Posten an der Vorstandsspitze in Frage, so Weggen. Sie müssten sich aber gegen interne und externe Bewerber objektiv durchsetzen.

    Positive Bilanz

    Eile sei bei Diehl aber nicht geboten. Das Geschäft laufe problemlos weiter. Die Zahlen des Jahres 2016 bewertet Weggen durchweg positiv: Fast alle Marktsegmente hätten zugelegt, vor allem der Bereich Aerosystems. In diesem entwickelt und produziert Diehl zum Beispiel die Innenverkleidung der Kabine des Airbus A 350.

    Der Konzernumsatz stieg 2016 um rund zehn Prozent auf rund 3,4 Milliarden Euro. Die Belegschaft wuchs um 500 auf nun rund 16.400 Mitarbeiter. Der Gewinn vor Steuern und Abzügen blieb auf Vorjahresniveau bei 175 Millionen Euro. Auch für das Jahr 2017 erwartet der Technologie- und Rüstungskonzern eine positive Entwicklung.

    Die Diehl-Gruppe gehört zu einem der größten Luftfahrtausrüster. Daneben produziert der Konzern Wehrtechnik, darunter Lenkflugkörper, Zünder, elektronische Steuerungen und Messgeräte.