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Neue Zeugenhinweise im Fall Monika Frischholz | BR24

© dpa-Bildfunk

Das Foto zeigt die damals zwölfjährige Schülerin Monika Frischholz.

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Neue Zeugenhinweise im Fall Monika Frischholz

Im Fall der vermissten Monika Frischholz sind 20 weitere Zeugenhinweise bei der Polizei eingegangen. Das damals zwölfjährige Mädchen war vor 42 Jahren spurlos bei Flossenbürg verschwunden. Die neuen Hinweise werden nun von den Beamten geprüft.

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Seit Dezember ermittelt die Polizei erneut im Vermisstenfall Monika Frischholz. Warum ist das damals zwölf Jahre alte Mädchen aus Flossenbürg (Lkr. Neustadt an der Waldnaab) vor knapp 43 Jahren spurlos verschwunden? Auch nach der zweiten Grabung Anfang der Woche gingen wieder neue Hinweise ein. Das bestätigte Polizeisprecher Florian Beck.

Insgesamt 20 neue Hinweise

Bereits nach der ersten Grabung bei Waldkirch vor gut einer Woche hatten sich zehn neue Zeugen gemeldet, nach der zweiten Grabung vergangenen Montag seien weitere zehn Hinweise dazu gekommen. Sie werden nun akribisch von der Ermittlungsgruppe "Froschau" abgearbeitet.

Größtenteils stammten diese von Zeugen, die sich davor noch nicht bei der Polizei gemeldet hätten. Ob die Hinweise die Ermittler weiterbringen, sei nun zu prüfen. Danach wollen die Beamten den Angaben nach entscheiden, ob sie auf der Suche nach der Leiche des verschwundenen Mädchens nochmals Grabungen durchführen werden. Die Entscheidung werde voraussichtlich jedoch erst nach Ostern fallen, erklärte der Sprecher.

Auch bei der zweiten Grabung nur wenige Meter von der ersten Stelle entfernt wurden Anfang der Woche Knochenteile gefunden. Sie werden nach wie vor untersucht. Nach ersten Vermutungen handelt es sich aber auch hier um tierische Knochen. Die Ergebnisse der Untersuchungen stehen aber noch aus. Schon vor gut einer Woche sind kleine Knochenteile an der ersten Stelle gefunden worden, auch hier gibt es noch keine Ergebnisse.

Mögliche Ablageorte wurden abgesucht

Vorerst hat die Polizei die Grabungen nach der Leiche von Monika Frischholz eingestellt. Die Ermittlungsgruppe hatte mehrere mögliche Ablageorte einer Leiche ermittelt und aufgrund der Witterungsbedingungen vor gut einer Woche an einem Waldrand bei Waldkirch zu graben begonnen.

Eine Zeugin hatte im vergangenen Jahr einen Hinweis gegeben, der die Ermittlungen ins Rollen brachte. Inzwischen gibt es rund 55 neue Zeugenhinweise.

Nach wie vor sind 10.000 Euro ausgesetzt für den entscheidenden Hinweis, der zur Klärung des Falles beiträgt. Die Polizei geht von einem Mord aus. Monika Frischholz wurde zuletzt am 24. Mai 1976 in der Froschau, am Ortsausgang von Flossenbürg, gesehen.

© BR

Vor über 40 Jahren ist die Schülerin Monika Frischholz spurlos verschwunden. Die Suche nach ihr wurde wieder aufgenommen. Die Ermittler haben an einer weiteren Stelle mit Grabungen begonnen.