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Neue Vollversammlung der HWK Oberfranken gewählt | BR24

© Handwerkskammer für Oberfranken

Neue Vollversammlung der HWK Oberfranken

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    Neue Vollversammlung der HWK Oberfranken gewählt

    Die neue Vollversammlung der Handwerkskammer (HWK) für Oberfranken hat Thomas Zimmer bei ihrer konstituierenden Sitzung am Montag erneut zu ihrem Präsidenten gewählt.

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    Der Bayreuther Bäckermeister tritt damit seine dritte Amtszeit an der Spitze der HWK an. Ihm zur Seite steht für die Arbeitgeberseite wie bisher Vize-Präsident Matthias Graßmann, Diplom-Ingenieur aus Bamberg. Neuer Vizepräsident der Arbeitnehmerseite ist der Maschinenbaumechaniker Harald Sattler aus dem Landkreis Wunsiedel, der Karl-Peter Wittig aus Kronach ablöst.

    17 neue Gesichter

    Neben dem dreiköpfigen Präsidium gibt es noch sechs weitere Vorstandsmitglieder. 17 neue Gesichter sind es unter den 42 Mitgliedern der neuen HWK-Vollversammlung. Die Vertreter sind nun bis 2024 im Amt.

    "Wir freuen uns über das große Vertrauen, das die oberfränkische Handwerkerschaft in uns als Vorstand und Präsidium setzt." Der neue und alte Präsident Thomas Zimmer

    Die Kontinuität sei dabei ein Zeichen dafür, dass der Großteil der Mitglieder mit der Arbeit der Gremien der Handwerkskammer zufrieden sei. In den nächsten fünf Jahren müsse das Handwerk vor allem an einer "Bildungswende" arbeiten, so Zimmer.

    Gesellschaftliche Anerkennung für Handwerk

    Berufliche und akademische Bildung müssten gleichwertig behandelt werden. Wenn Abiturienten und deren Eltern den Mehrwert einer Ausbildung im Handwerk erkennen würden, hätte das Handwerk die schwerste Hürde zu mehr gesellschaftlicher Anerkennung der beruflichen Bildung genommen. Das Bayreuther Handwerk sei beispielsweise eine Kooperation mit dem Wirtschaftswissenschaftlichen Gymnasium eingegangen, die bayernweit einzigartig sei. Die siebten bis elften Klassen dürfen in Handwerksberufe hineinschnuppern. Für die Siebtklässler gibt es zum Beispiel einen Tag des Handwerks im Fach Mathematik. Die neunten Klassen besuchen die Handwerkskammer oder Betriebe. Die Schüler kurz vor dem Abitur bekommen konkrete Informationen zum dualen Studium und besuchen Berufsmessen.

    "Wir wollen, dass aus dieser Kooperation ein Modellprojekt für den ganzen Freistaat wird." Präsident Thomas Zimmer

    Innovativen Lernort schaffen

    Die HWK für Oberfranken will außerdem ihre Berufsbildungs- und Technologiezentren (BTZ) in den nächsten Jahren für 60 Millionen Euro modernisieren. 15 Millionen Euro davon muss die Kammer selbst bezahlen, die restlichen 45 Millionen Euro sind Zuwendungen. Die HWK setzt in Zukunft nur noch auf die drei BTZ-Standorte in Bamberg, Bayreuth und Hof. Am Standort Coburg will die HWK in Zukunft eventuell mit der Hochschule zusammenarbeiten und einen "innovativen Lernort" schaffen. Studenten und Handwerker könnten dort vielleicht in Zukunft zusammen lernen.

    "Ich bin mir sicher, dass viele akademische Disziplinen, sei es das Bauingenieurwesen, die Architektur oder die Denkmalpflege, besonders vom praktischen Wissen des Handwerks profitieren können. Und damit tragen wir letztendlich dazu bei, viele Handwerksberufe interessanter zu machen und so die Wertschätzung für unsere Wirtschaftsgruppe zu erhöhen." Präsident Thomas Zimmer

    An den Bildungsstandorten der HWK in ganz Oberfranken haben im vergangenen Jahr insgesamt 1.323 Kurse mit 15.437 Teilnehmern stattgefunden. Das Haushaltsvolumen lag bei 32,71 Millionen Euro.