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Neue Stolpersteine erinnern in Regensburg an NS-Opfer | BR24

© BR/Sebastian Sitzberger

Künstler Gunter Demnig verlegt einen Stolperstein im Regensburger Stadtteil Stadtamhof.

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    Neue Stolpersteine erinnern in Regensburg an NS-Opfer

    Mit neun weiteren Stolpersteinen und einer Stolperschwelle wird in Regensburg der Opfer von Krankenmorden durch das NS-Regime gedacht. Der Kölner Künstler Gunter Demnig verlegte die Steine als Initiator persönlich.

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    Von
    • Sebastian Wintermeier
    • BR24 Redaktion

    Der Kölner Künstler Gunter Demnig hat in Regensburg neun weitere sogenannte Stolpersteine sowie eine Stolperschwelle zur Erinnerung an Opfer des NS-Regimes verlegt. Wie der Arbeitskreis Stolpersteine des Evangelischen Bildungswerks mitteilte, soll damit an die Opfer von NS-Krankenmorden erinnert werden.

    Bislang mehr als 200 Stolpersteine verlegt

    Der erste Stolperstein wurde bereits um 9 Uhr in Stadtamhof verlegt. Anschließend bewegte sich die Verlegung stadteinwärts. Weit mehr als 200 Stolpersteine hat die Stolperstein-Initiative des Evangelischen Bildungswerkes in den letzten 13 Jahren bereits in Regensburg verlegt. Auf den zehn mal zehn Zentimeter großen, mit einer Messingplatte versehenen Steine sind die Namen, Geburtsdaten sowie Ort und Datum des Todes der Opfer eingraviert.

    Stolpersteine vor letztem Wohnort

    Die in das Pflaster eingelassenen Steine erinnern an deportierte und ermordete Juden, Sinti und Roma, politisch Verfolgte, Zeugen Jehovas, Homosexuelle und Euthanasie-Opfer. Verlegt werden die Steine vor dem letzten selbstgewählten Wohnort der Opfer. Oft würden Menschen vor den Steinen stehen, sagte Susanne Feichtmayer-Arnold, Sprecherin des Arbeitskreises. "Sie senken das Haupt, um zu lesen, verneigen sich so vor dem Opfer, gedenken dessen Schicksal und das NS-Opfer wird dem Vergessen entrissen."

    Der Initiator des Projekts, Gunter Demnig, hat laut der Stolperstein-Initiative europaweit bislang mehr als 75.000 Stolpersteine verlegt.

    © BR/Sebastian Sitzberger

    Erinnerung an Georg Hufnagel, Opfer eines Kranken-Mordes durch das NS-Regime

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