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Neue Raumaufteilung im Maximilianeum | BR24

© pa / dpa / Bildagentur-online/Joko

Das Maximilianeum in München

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    Neue Raumaufteilung im Maximilianeum

    Bayerns Landtag sortiert sich neu: Zwei Fraktionen mehr sind unterzubringen – CSU und SPD haben sich deutlich verkleinert, die Grünen haben doppelt so viel Mandate, AfD und FDP wollen ihre Räume beziehen. In vielen Zimmern werden die Kisten gepackt.

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    Obwohl aufgrund von Ausgleichsmandaten der Landtag deutlich anwächst und nun 205 statt 180 Mitglieder hat, kommen alle unter, versichert Landtagsdirektor Peter Worm:

    Wir haben nicht nur hier das Haus, das Maximilianeum, sondern wir haben noch verschiedene andere Liegenschaften ums Maximilianeum herum. Insgesamt haben wir rund 650 Räume, die es zum Verteilen gibt. Das wird ausreichen, auch bei der Anzahl an Abgeordneten. Peter Worm, Landtagsdirektor

    CSU und Freie Wähler kommen sich auch räumlich näher

    Für die CSU bleibt auf den ersten Blick alles beim Alten, sagt der Landtagsdirektor:

    Die Verteilung ist jetzt so beschlossen worden, dass die CSU-Fraktion in den Räumen bleiben kann, die sie bisher hat, natürlich Räume abgeben muss, aufgrund des Wahlergebnisses. Und in dem selben Gebäude der Partner sozusagen ist. Die Freien Wähler sind dort mit untergebracht. Peter Worm, Landtagsdirektor

    Für die Freien Wähler heißt das: Kisten packen, umziehen, wie Fraktionsgeschäftsführer Fabian Mehring feststellt:

    Wir werden umziehen, in den 5. Stock des Nordbaus, sind dort dann kompakt beisammen, müssen aber – oder dürfen - wie alle anderen Fraktionen ein gutes Stück weit zusammenrücken, haben zwar mehr Abgeordnete aber weniger Räume als vorher. Fabian Mehring, Fraktionsgeschäftsführer FW

    Das große Domino-Spiel

    Ein paar Räume hatten die Freien Wähler aber auch schon vorher im Norden, die müssen sie jetzt hergeben:

    Das ist im Moment ein Teil des Domino-Spiels: Sobald wir ausgezogen sind, wird die FDP unsere bisherigen Räume beziehen. Wir können allerdings erst dann ausziehen, wenn die CSU die Räume, die in Zukunft uns zustehen werden, freigemacht hat. Fabian Mehring, Fraktionsgeschäftsführer FW

    Laut Mehring rücken damit die Freien Wähler und CSU symbolisch und inhaltlich politisch näher zusammen.

    Grüne bekommen jetzt zwei Stockwerke

    CSU, Freie Wähler und FDP kommen also im Norden des Landtags unter – bleibt der Süden für Grüne, AfD und SPD. Die Grünen, bisher im 5. Stock, bekommen mit ihren jetzt 38 Abgeordneten nun noch den 4. Stock dazu. Auf diesem Flur sei viel los, er führe zu wichtigen Ausschussräumen, erklärt Grünen-Fraktionsgeschäftsführer Jürgen Mistol:

    Der 4. Stock ist der Stock, wo alle vorbei müssen. Für uns ist das in Ordnung, dass wir im 5. Stock bleiben, in dem wir schon seit ewigen Zeiten beheimatet sind, wo wir uns Zuhause fühlen. Jürgen Mistol, Fraktionsgeschäftsführer Grüne

    Auch wenn die Grünen zwei Stockwerke erhalten – alle Abgeordneten werden sie da nicht unterkriegen. Einige werden in die Nachbarschaft ziehen. Wer das sein wird? Da habe jeder so seine eigenen Präferenzen, sagt Mistol:

    Insofern gibt es da unterschiedliche Interessen. Es gibt Kolleginnen und Kollegen, die wollen ganz gern irgendwo draußen sein, auf der Praterinsel, wo man die Isar direkt vor der Tür hat, und manche wollen natürlich gerne im Zentrum sein, wo das Geschehen so richtig tobt. Jürgen Mistol, Fraktionsgeschäftsführer Grüne

    Im Sandwich: AfD kommt zwischen Grüne und SPD

    Die Grünen hätten auch die Stockwerke drei und vier bekommen können, wollten sie aber nicht. So ziehen in absehbarer Zeit die AfD-Abgeordneten in den dritten Stock – sitzen somit über der SPD, die den dritten Stock hergeben muss und nur noch den zweiten Stock behält. Für den neuen SPD-Fraktionsvorsitzenden Horst Arnold keine einfache Situation:

    Das ist natürlich schon dramatisch, das feststellen zu müssen, wie wir vom räumlichen uns verändert haben. Aber ich denke, an der Qualität der Arbeit wird sich wenig ändern – es wird sogar noch besser werden. Horst Arnold, SPD-Fraktionsvorsitzender

    Wenn die Räume bezogen sind, stehen weitere Dinge an: Mitarbeiter einstellen oder entlassen, sich in neue Themen einarbeiten. Denn schon kommende Woche wollen die Ausschüsse im Landtag ihre Arbeit aufnehmen.