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Neue Möbel aus historischem Holz | BR24

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Neue Möbel aus historischem Holz

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Neue Möbel aus historischem Holz

Upcycling ist gerade der neueste Trend beim Heimwerken. Früher hätte man einfach gesagt: Aus Alt mach Neu. Aber klappt das wirklich als absoluter Laie, an einem Tag ein Möbelstück zu schreinern? Klar, sagt ein junges Schreinerteam aus Unterfranken.

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Upcycling – also aus Alt mach Neu - ist gerade ein schwer angesagter Trend - auch bei uns in Mainfranken. In Iphofen haben drei junge Schreiner eine eigene Werkstatt gegründet und bieten dort ganz besondere Kurse an, bei denen die Teilnehmer lernen, wie sie altes Bauholz in wunderschöne Möbel und andere Einrichtungsgegenstände verwandeln. In einer Ecke kreischt die Kappsäge, in einer anderen wird geschliffen und gehobelt. In einem Industriegebiet bei Iphofen haben die drei Gründer von "Mr. Timber" eine moderne Halle in eine Werkstatt verwandelt: In einer Ecke eine gemütliche Sitzecke aus Paletten, über den Raum verstreut mehrere große Maschinen und Werkbänke.

Gute Planung ist alles

Die Atmosphäre ist locker-entspannt aber konzentriert. Die Teilnehmerzahl des Kurses ist wie immer überschaubar gehalten. Werner aus Markt Einersheim baut ein Vogelhäuschen für den Garten, Ulrike und ihre Tochter Leonie machen sich an einen Spiegelrahmen, Sabrina und Manuel aus Würzburg an eine Lampe und ein Ginregal. Eine gute Planung ist vor dem Loslegen das A und O, erklärt Firmengründer Tim Schröder den beiden. Die haben zwar schon mit Holz gearbeitet, aber die großen Profigeräte flößen erstmal Respekt ein.

Material aus alten Scheunen

Zuerst suchen sich alle im Lager das nötige Material zusammen. Dort liegen auf einem Stapel alte Bretter und Balken, die aus Tiroler Berghütten oder unterfränkischen Scheunen stammen. Das Holz muss zuerst mit Nägel befreit werden, dann wird es mit einer elektrischen Bürste gereinigt. Die Bretter mit Hilfe der Schreiner zuzusägen, die Kanten zu bearbeiten und zu verschrauben, das alles dauert seine Zeit. Aber in den wenigen Stunden entstehen tatsächlich ein hübsches Vogelhaus, ein schöner großer Rahmen für einen Spiegel, mehrere Kerzenhalter, eine Deckenlampe aus einem dicken Balken. Und auch das Gin- und Weinregal nimmt Form an.

Pannen nicht schlimm

Dass Sabrina beim Bohren mal ein Bohrer abbricht, ist überhaupt kein Problem. Genau solche kleinen Pannen gehören dazu, sagt Tim. Die Tageskurse sind auf den ersten Blick mit gut 200 Euro nicht billig. Wenn man aber die tolle Unterstützung und die Profi-Maschinen einberechnet, ein faires Angebot.