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Neue Intensivstation für Lungenklinik: Donaustauf gut gerüstet | BR24

© Wenleder/BR

Eingang zur Lungenfachklinik in Donaustauf bei Regensburg

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    Neue Intensivstation für Lungenklinik: Donaustauf gut gerüstet

    Die Lungenfachklinik Donaustauf im Kreis Regensburg bekommt eine neue Intensivstation. Allerdings geht die Station voraussichtlich erst 2022 in Betrieb und ist damit für die aktuelle Corona-Situation noch keine Unterstützung.

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    Von
    • Andreas Wenleder
    • BR24 Redaktion

    Die Lungenfachklinik Donaustauf im Landkreis Regensburg bekommt eine neue Intensivstation. Das insgesamt rund 15 Millionen Euro teure Projekt wird vom Freistaat Bayern mit rund zwölf Millionen Euro aus dem Jahreskrankenhausprogramm 2021 gefördert. Die Pläne stellte die Klinik heute gemeinsam mit der CSU-Landtagsabgeordnete Sylvia Stierstorfer vor. Die Klinik verspricht sich kürzere und effektivere Wege für die Mitarbeiter und bessere technische Möglichkeiten für die Betreuung von Intensivpatienten.

    Keine Verstärkung in der aktuellen Corona-Situation

    Ende 2022 soll die Station mit 18 Betten in Betrieb gehen. Auch wenn die neue Intensivstation damit in der der aktuellen Pandemie-Situation vorerst noch nicht helfen kann, sieht der Leiter der Klinik Michael Pfeifer seine und die weiteren Kliniken in der Region für den Herbst und Winter gut gerüstet. Zwar nehme die Zahl der zu behandelnden Patienten derzeit leicht zu, allerdings könnten auch schnell weitere Kapazitäten geschaffen werden.

    "Wir haben im Moment noch relativ wenig stationär behandelte Patienten in allen Krankenhäusern. Wir hatten in der vergangenen Woche hier drei Patienten. Das hängt auch damit zusammen, dass derzeit vor allem jüngere Patienten betroffen sind", sagt Pfeifer. Die Infektionszahlen in der stärker gefährdeten Altersgruppe der über 60-Jährigen steigen laut Pfeifer derzeit aber deutlich an. Somit sei in den nächsten Wochen mit mehr Covid19-Patienten auf den Stationen zu rechnen.

    Klinik sieht sich gut gerüstet für Anstieg an Corona-Patienten

    Zu Engpässen werde es aber auch dann nicht kommen, sagt Pfeifer: "Wir haben im Frühjahr gelernt, auf so eine Situation zu reagieren. Auch wenn die Intensivstationen derzeit mit anderen Patienten belegt sind, sind wir in der Lage unsere Kapazitäten schnell wieder anzupassen, weil wir es schon einmal eingeübt haben. Deswegen habe ich hier keine Bedenken".

    Zudem habe man mittlerweile klarere Vorstellung wie Patienten behandelt und betreut werden müssen als noch zu Beginn der Pandemie, sagt Pfeifer, der auch Präsident der Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin ist. "Wir haben sicherlich noch kein sehr gutes Medikament, aber wir haben Medikamente und wir haben eine klarere Konzeption bei der Betreuung dieser Patienten."

    Lage in Regensburger Krankenhäusern noch entspannt

    Dass die Lage auf den Stationen rund um Regensburg derzeit noch entspannt ist, bestätigen auch die Kliniken. Am Universitätsklinikum werden aktuell sieben Patienten mit einer Covid-19-Erkrankung stationär behandelt. Im Vergleich zu den letzten Wochen zeichne sich ein moderater Anstieg der Patientenzahlen ab, so die Klinik. Allerdings würde die Uniklinik genügend Normal- und Intensivbetten vorhalten.

    Ähnlich schätzt die Lage das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Regensburg ein. Derzeit müssten nur zwei Zimmer für Covid19-Patienten freigehalten werden. Mehr werde im Moment nicht benötigt. "Wir sind weiterhin im Normalbetrieb", teilt Geschäftsführers Andreas Kestler mit. Für den Fall, dass die Zahl an Covid-19 Patienten ansteigt, könne der Betrieb aber auch bei den Barmherzigen Brüdern umgehend wieder umgestellt werden.

    © Andreas Wenleder/BR

    Die Klinikleitung stellt die Pläne für die neue Intensivstation der CSU-Landtagsabgeordnete Sylvia Stierstorfer vor.

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