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Eine neue Online-Plattform für Wohnmobilstellplätze in der Rhön soll dazu beitragen, dass der Ansturm an Camping-Touristen in geordneten Bahnen verläuft. Der Initiator reagiert damit auf das verstärkte unerwünschte Wildcamping im Biosphärenreservat.

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Neue Homepage: Legale Alternativen zum Wildcamping in der Rhön

Eine neue Online-Plattform für Wohnmobilstellplätze in der Rhön soll dazu beitragen, dass der Ansturm an Camping-Touristen in geordneten Bahnen verläuft. Der Initiator reagiert damit auf das verstärkte unerwünschte Wildcamping im Biosphärenreservat.

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Von
  • Jochen Wobser
  • BR24 Redaktion

"Lösungen schaffen, statt die Leute einfach wegzuschicken", das ist das Ziel von Stefan Knüttel. Er kommt aus Gersfeld in der hessischen Rhön und bietet mit seiner "Rhön Adventure Academy" ansonsten Outdoor-Events für Gruppen an. Knüttel hat jetzt aber ein Onlineportal ins Leben gerufen. Dort können sich Besitzer von Grundstücken anmelden, die ihr Fläche zum Campen zur Verfügung stellen. Mit der neuen Internetseite reagiert Stefan Knüttel auf das vermehrte Aufkommen von Wohnmobilen und Campingbussen im Biosphärenreservat Rhön, das immer öfter zu unerwünschtem Wildcamping führt.

Homepage vermittelt private Stellplätze an Camper

Die Idee: Anbieter von Stellplätzen zum Beispiel auf Bauernhöfen, Privatgrundstücken oder neben Gasthäusern können Ihre "alternativen" Stellplätze auf dem Portal eigenständig hochladen und das Angebot mit Bildern und Infos etwa zur Größe und Umgebung des Stellplatzes bestücken. Stefan Knüttel prüft die Angebote und schaltet sie als Administrator frei. Wer in das Portal aufgenommen werden möchte, muss eine Jahrespauschale von 50 Euro bezahlen. Bei Bedarf kommt Stefan Knüttel auch gegen eine Kilometerpauschale bei den Stellplatzanbietern vorbei, macht professionelle Fotos und pflegt die Infos in die Homepage ein. Die Plattform ist bereits online.

Ergänzung zu Campingplätzen

Aktuell wirbt Stefan Knüttel um mögliche Anbieter, damit der Pool an Stellplätzen größer wird. Inzwischen sind auch die Rhön AG und das Biosphärenreservat auf die private Initiative aufmerksam geworden und stellen eine Zusammenarbeit in Aussicht. Denkbar sei auch, gemeinsam eine Art "Wohnmobil-Knigge" mit den wichtigsten Verhaltensregeln im Biosphärenreservat und im Sternenpark Rhön zu erarbeiten, so Stefan Knüttel. Er sagt, dass das Angebot nicht als Konkurrenz zu den bestehenden Campingplätzen gedacht sei, sondern als Erweiterung des Übernachtungsangebots. Auch die etablierten Campingplätze seien willkommen, wenn sie sich auf der Online-Plattform eintragen wollen.

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