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Neue Führungskräfte im Landratsamt und im Rathaus von Karlstadt | BR24

© BR - Klaus Rüfer

Der Landkreis Main-Spessart hat zum ersten Mal eine Landrätin: Sabine Sitter von der CSU. Und auch im Rathaus von Karlstadt sitzt mit Michael Hombach ein Mann von der CSU. Vor den beiden Neulingen liegen schwere Aufgaben.

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Neue Führungskräfte im Landratsamt und im Rathaus von Karlstadt

Der Landkreis Main-Spessart hat zum ersten Mal eine Landrätin: Sabine Sitter von der CSU. Und auch ins Rathaus von Karlstadt zieht mit Michael Hombach ein Mann von der CSU ein. Vor den beiden Neulingen liegen schwere Aufgaben.

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Sabine Sitter hat in der Stichwahl um den Landratsposten 60,30 Prozent der Stimmen geholt. Ihr Konkurrent Christoph Vogel von den Freien Wählen zog mit 39,7 Prozent den Kürzeren. Sitter tritt damit die Nachfolge von Vorgänger Thomas Schiebel (Freie Wähler) an.

Schon im ersten Wahlgang vorne

Die 44-jährige Gräfendorferin war bereits stellvertretende Landrätin. Im ersten Wahlgang vor zwei Wochen hatte sie 44,6 Prozent der Stimmen geholt - und damit bereits einen deutlichen Vorsprung vor dem Karbacher Christoph Vogel. Der Freie-Wähler-Kandidat hatte als Quereinsteiger nur 22,1 Prozent geholt. In ihrer Eigenschaft als stellvertretende Landrätin hatte Sitter viele Kontakte geknüpft zu Bürgern und den Vertretern von Verbänden, Vereinen, aber auch Rettungsdiensten wie Feuerwehr oder Rotes Kreuz. Beim BRK ist sie stellvertretende Vorstandsvorsitzende. Die neue Landrätin erwarten einige schwere Aufgaben.

Stichwahl: Alle Informationen und Ergebnisse finden Sie hier.

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Mit Sabine Sitter (CSU) hat der Landkreis Main-Spessart erstmals eine Landrätin. In der Stichwahl setzte sie sich mit 60,3 Prozent der Stimmen gegen Christoph Vogel (FW) durch. Er holte nur 39,7 Prozent der Stimmen.

Schulden und Bauprojekte

Den Landkreis Main-Spessart drücken unabhängig von der Coronakrise 68 Millionen Euro Schulden. Der Neubau eines Zentralklinikums in Lohr muss gemanagt werden, für Schulbauten in Gemünden und Marktheidenfeld stehen immense Ausgaben an und auch die Förderschulen müssen dringend saniert werden. Außerdem ist die Planung der B 26n ein Zankapfel im Landkreis.

Wie hat Bayern gewählt?: Die Übersicht über die Ergebnisse der einzelnen Gemeinden finden Sie hier.

Karlstadt: Hombach Nachfolger von Bürgermeister Kruck

Michael Hombach (CSU) hat in der Stichwahl ums Bürgermeisteramt in Karlstadt 58,73 Prozent der Stimmen geholt, sein Konkurrent Stefan Rümmer (SPD) nur 41,27. Die Wahlbeteiligung lag bei 74,71 Prozent. In der Kreisstadt des Landkreises Main-Spessart ist Amtsinhaber Paul Kruck von den Freien Wählern nach zwölf Jahren nicht mehr angetreten. Gleich fünf Kandidaten wollten ihn beerben. Nach 47 Jahren hat die CSU in Karlstadt nun erstmals wieder einen Bürgermeister. Jahrelang war die Stadt in roter Hand. Stefan Rümmer von der SPD gratulierte Hombach sofort und sagte: "In der Corona-Krise können wir Michael jetzt nicht alleine lassen – und auch Noch-Bürgermeister Kruck nicht." In Karlstadt hätte Parteipolitik noch nie eine große Rolle gespielt.

Von Rothenfels nach Karlstadt

CSU-Fraktionsvorsitzender Michael Hombach aus dem Stadtteil Mühlbach hatte bei der Wahl am 15. März 37,3 Prozent der Stimmen erzielt, Rümmer 21,7 Prozent. Hombach ist schon viele Jahre im Stadtrat und hat im Vorfeld einen intensiven Wahlkampf betrieben. Er ist dreifacher Familienvater und Leiter der Burg Rothenfels.

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