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Neue Forschungsstation in den Alpen – Kritik von Naturschützern | BR24

© BR / Hans Häuser

Die neue Forschungsstation der TU München

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    Neue Forschungsstation in den Alpen – Kritik von Naturschützern

    Auf gut 1.200 Metern Höhe bei Berchtesgaden hat die TU München eine Forschungsstation eröffnet. Dort soll das Ökosystem der Alpen untersucht werden. Der Bund Naturschutz kritisiert, dass für den Neubau 1.500 Quadratmeter Bergwald gerodet wurden.

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    Das dreigeschossige Gebäude der neuen Forschungsstation steht am Roßfeld auf gut 1.200 Metern Höhe – aus Sicht der TU München der ideale Ausgangspunkt, um die große Vielfalt an Lebensräumen im Nationalpark Berchtesgaden zu erforschen. Dazu richtet die Universität auch eine neue Professur ein, deren Inhaber zugleich die Forschung des Nationalparks leiten soll.

    Naturbeobachtung für Uni und Schulen

    In Kombination mit dem Schneefernerhaus auf der Zugspitze kann die TU damit alpine Höhenlagen bis zu knapp 3.000 Metern abdecken. Zudem sollen am Rossfeld oberhalb von Berchtesgaden neue Konzepte für den naturwissenschaftlichen Schulunterricht erprobt werden. Ausgangspunkt ist hierbei die Naturbeobachtung. Die Erkenntnisse sollen unmittelbar in die Lehramtsstudiengänge der TU einfließen. Dazu wird mit dem Schülerforschungszentrum Berchtesgadener Land zusammengearbeitet.

    Bund Naturschutz: Zerstörung von Natur in sensiblem Ökosystem

    Der Berchtesgadener Landrat Georg Grabner (CSU) freut sich, dass mit dem Projekt moderne Forschung in den Landkreis kommt. Kritik übt hingegen der Bund Naturschutz im Berchtesgadener Land. Die Station sei in einem sensiblen Ökosystem ohne öffentliche Diskussion genehmigt worden, sagte die Vorsitzende Rita Poser dem Bayerischen Rundfunk. Weil dafür auch noch wertvoller Bergwald gerodet worden sei, zerstöre die TU München das, was sie eigentlich erforschen wolle: die Natur.

    Modernes Holzhaus mit Labors und Betten

    Die Forschungsstation ist ein modernes Holzhaus. Auf drei Geschossen befinden sich neben Labors und Seminarräumen auch 40 Übernachtungsplätze. Das bietet die Möglichkeit für längere Tagungen oder Forschungsaufenthalte. Das Gebäude ist mit Regenwasseraufbereitung, einer biologischen Kläranlage und Photovoltaik ausgestattet.