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Neue Defibrillatoren halten Kontakt zur Integrierten Leitstelle | BR24

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In den vergangenen zehn Jahren hat das Bayerische Rote Kreuz 60 Defibrillatoren in den Landkreisen Bayreuth und Kulmbach verteilt. Jetzt wurden neue Geräte verteilt, die online mit der Leitstelle verbunden sind.

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Neue Defibrillatoren halten Kontakt zur Integrierten Leitstelle

In Kodlitz bei Speichersdorf hängt jetzt der 55. seiner Art: Neue Defibrillatoren, wie es sie bislang nur in der Region um Bayreuth und Kulmbach gibt, halten selbstständig Kontakt zur Integrierten Leitstelle. Im Notfall hat das drei Vorteile.

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Dem Ziel, flächendeckend Defibrillatoren zur Verfügung zu stellen, ist der Kreisverband Bayreuth des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) wieder einen Schritt nähergekommen. Ab sofort hängt in Kodlitz bei Speichersdorf im Landkreis Bayreuth ein Gerät der neuesten Generation. Das Besondere daran: Dieser "Defi" ist rund um die Uhr via Mobilfunk mit der Integrierten Leitstelle (ILS) in Bayreuth verbunden. Im Falle eines plötzlichen Herzstillstandes hat das drei wesentliche Vorteile für den Patienten.

Neue Defibrillatoren haben drei Vorteile

Vor bereits sechs Jahren wurde die Idee für diese speziellen Defibrillatoren geboren. Das BRK in Bayreuth ist damit Vorreiter in Bayern. Gegenüber üblichen Geräten haben die neuen Defibrillatoren gleich drei Vorteile:

  • Erstens überprüfen sie selbstständig jede halbe Stunde, ob Gerät und Verbindung zur Leitstelle in Ordnung sind und im Notfall auch wirklich funktionieren.
  • Zweitens können die Mitarbeiter der ILS im Notfall über diese Verbindung einem Patienten helfen, noch bevor der Rettungsdienst vor Ort ist. Ein Vorteil, der vor allem im ländlichen Raum ins Gewicht fällt.
  • Und drittens will das BRK mithilfe der neuen über die ILS gesteuerten Defibrillatoren dafür sorgen, dass die Bevölkerung die Hemmungen im Umgang mit den Geräten verliert. Das soll die Hilfsbereitschaft im Notfall steigern.

Ein Defibrillator mit Verbindung zur ILS kostet 3.800 Euro

Um dieses Ziel weiter voranzutreiben, sucht das Bayerische Rote Kreuz Vereine, Kommunen und Sponsoren, die bereit sind, einen solchen Defibrillator anzuschaffen. Die Kosten pro Gerät liegen bei rund 3.800 Euro. Dazu kommen Folgekosten. Im Fall von Kodlitz wurde der Defibrillator von der Freiwilligen Feuerwehr finanziert. Die Folgekosten trägt die Gemeinde Speichersdorf.

55 Defibrillatoren sind schon mit der Leitstelle verbunden

Im Einsatzgebiet der Integrierten Leitstelle Bayreuth/Kulmbach wohnen rund 260.000 Menschen. Aktuell sind 230 Defibrillatoren in Stadt und Landkreis Bayreuth gelistet, 55 davon sind direkt mit der ILS verbunden.

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Defibrillatoren wie sie das BRK in Bayreuth betreibt, sind über Mobilfunk mit der Integrierten Leitstelle verbunden.

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