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Neue Covid-Studie aus Erlangen | BR24

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Ein gemeinsames Forscherteam des Universitätsklinikums Erlangen und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg hat Medikamente identifiziert, die die Infektion mit Covid-19 hemmen.

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Neue Covid-Studie aus Erlangen

Ein gemeinsames Forscherteam des Universitätsklinikums Erlangen und der Friedrich–Alexander–Universität Erlangen-Nürnberg konnte in einer gemeinsamen Studie Medikamente identifizieren, die vor Covid-19 schützen sollen.

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Die Forscher konnten nachweisen, dass Medikamente, die als entzündungshemmend gegen Autoimmunerkrankungen eingesetzt werden, die Infektion mit SARS–CoV-2 hemmen, bevor die Viren sich im Körper ausbreiten können. Das teilt das Universitätskrankenhaus auf seiner Internetseite mit. Damit sind nach Angaben der Forscher Personen mit Rheuma, Darmentzündungen oder Schuppenflechte nicht als Risikogruppe für COVID–19 zu betrachten, sondern dürften aufgrund ihrer Therapie vor der Krankheit geschützt sein.

  • Alle Entwicklungen zum Coronavirus in Mittelfranken finden Sie hier.

Überschießende Immunreaktion

Das haben die Forscher in den vergangenen 3 Wochen bei Tests an 1000 Probanden auf Antikörper gegen SARS–CoV–2 festgestellt. Demnach hatte keine Kontrollpersonen mit Autoimmunerkrankungen Antikörper gegen das Coronavirus im Blut. Nach Angaben der Erlanger Forscher löst COVID–19 eine ähnliche überschießende Immunreaktion in der Lunge aus wie Rheuma, Schuppenflechte oder Darmentzündung in den jeweiligen Organen. Das führt zu einer Entzündung der Lungenbläschen die durch Botenstoffe (sogenannte: Zytokine) ausgelöst werden.

Ergebnisse international veröffentlicht

Deshalb erproben nun die Erlanger Forscher verschiedene Zytokin–Hemmer bei der Behandlung von COVID–19 Patienten. Diese wichtigen, wissenschaftlichen Erkenntnisse haben die Erlanger Forscher inzwischen im Fachjournal „Nature Review Immunolology“ international veröffentlicht