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Ministerpräsident Markus Söder betont in der PK nach dem Kabinett noch einmal den Willen, die Impfpriorisierung bis Mitte/Ende Mai in Bayern vollständig aufzuheben.

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Neue Lockerungen in Bayern - Erleichterungen für Geimpfte

Bayerns Kabinett hat einige Lockerungen beschlossen: Zoos und Autokinos dürfen auch bei einer Inzidenz von mehr als 100 öffnen, Blumen- und Buchläden grundsätzlich inzidenzunabhängig. Komplett Geimpfte müssen keine Corona-Tests mehr vorlegen.

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Von
  • Petr Jerabek

Die Ausgangssperre in Bayern bleibt unverändert, auch bei den Regelungen für Schulen ändert sich vorerst nichts - ein paar Erleichterungen für den Freistaat hat das bayerische Kabinett aber beschlossen: So sollen ab Mittwoch Gartenmärkte, Blumenfachgeschäfte und Buchhandlungen wieder als Geschäfte des täglichen Bedarfs gelten und unabhängig von der Sieben-Tage-Inzidenz öffnen, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in München sagte.

Zudem dürfen die Außenbereiche zoologischer und botanischer Gärten auch in Landkreisen öffnen, in denen ein Inzidenzwert von 100 überschritten wird: Nötig ist laut Staatskanzlei ein höchstens 24 Stunden alter Test für alle Besucher ab 6 Jahren. Auch Autokinos dürfen oberhalb des 100er Werts öffnen.

Erleichterung für Kinder: Sport im Freien

In Anlehnung an die Regelungen der bundesweiten Corona-Notbremse dürfen von Mittwoch höchstens fünf Kinder unter 14 Jahren gemeinsam kontaktfreien Sport im Freien treiben - auch in Kommunen mit einem Inzidenzwert über 100.

Nach wenigen Tagen Unterbrechung erlaubt Bayern darüber hinaus wieder die "wechselseitige, unentgeltliche, nicht geschäftsmäßige Beaufsichtigung von Kindern unter 14 Jahren in festen, familiär oder nachbarschaftlich organisierten Betreuungsgemeinschaften" - wenn sie Kinder aus dem eigenen und höchstens einem weiteren Hausstand umfasst.

Söder: "Die Grundlinie bleibt"

Ministerpräsident Söder betonte, es gebe aktuell "überhaupt keinen Anlass zur Entwarnung". Daher blieben die "Kernpunkte" der bayerischen Corona-Maßnahmen in Kraft. So halte der Freistaat daran fest, dass in Kommunen mit einer Inzidenz von mehr als 100 die nächtliche Ausgangssperre um 22 Uhr beginne. Nächtliche Joggingrunden bis 24 Uhr erlaube der Freistaat nicht - "weil die Kontrolle dann überhaupt nicht möglich wäre", betonte Söder.

Grenzwert für Schulen unverändert

Auch am Grenzwert 100, ab dem im Freistaat die meisten Schüler in den Distanzunterricht geschickt werden, will die Staatsregierung vorerst nicht rütteln. "Die Grundlinie bleibt", es gebe aber Erleichterungen, die die Staatregierung für vertretbar halte.

Geimpfte brauchen keinen negativen Test mehr

Darüber hinaus befasste sich das Kabinett mit Lockerungen für Geimpfte. "Wer zweimal geimpft ist, muss ab morgen keine Tests mehr vorlegen", kündigte Söder an. Diese Menschen können also beispielsweise zum Terminshopping, ohne sich vorher testen lassen zu müssen. Laut Staatskanzlei werden vollständig geimpfte Personen "negativ getesteten Personen gleichgestellt".

Bei der Frage, ob es für vollständig Geimpfte eine Lockerungen der Kontaktbeschränkung und der Ausgangssperre geben wird, wartet Bayern laut Söder "au den Vorschlag des Bundes, wie wir damit umgehen sollen". Die Maskenpflicht und der Mindestabstand müsse weiterhin eingehalten werden.

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