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Neue Corona-Lockerungen in Bayern - Längere Kontaktbeschränkung | BR24

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Märkte, Messen, Sport und Kino: Corona-Lockerungen in Bayern

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    Neue Corona-Lockerungen in Bayern - Längere Kontaktbeschränkung

    Im Freistaat sind weitere Corona-Lockerungen in Kraft: Messen und Kongresse, Floh- und Handwerkermärkte sind wieder erlaubt, zu Kulturveranstaltungen und Sportwettkämpfen dürfen mehr Menschen kommen. Die Kontaktbeschränkungen wurden aber verlängert.

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    Im Fokus der Öffentlichkeit stand bei der Sitzung des bayerischen Kabinetts am Dienstag im Schloss Herrenchiemsee das Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit Ministerpräsident Markus Söder (CSU) - da gingen die Entscheidungen des Ministerrats ein wenig unter. Dabei beschloss das Kabinett eine Reihe neuer Lockerungen der Corona-Beschränkungen im Freistaat - für Kulturveranstaltungen und Sportwettkämpfe, Messen, Kongresse und Märkte. Sie gelten von heute an.

    Zu den Neuerungen zählt aber auch, dass die Kontaktbeschränkungen um zwei weitere Wochen verlängert wurden. Die Änderungen im Überblick:

    Floh-, Kunst- und Handwerkermärkte wieder erlaubt

    Ab sofort sind Märkte unter freiem Himmel wieder erlaubt, sofern sie "keinen Volksfestcharakter aufweisen und keine großen Besucherströme anziehen". Die Staatsregierung nennt hier "insbesondere kleinere traditionelle Kunst- und Handwerkermärkte, Töpfermärkte und Flohmärkte". Der Veranstalter muss ein Schutz- und Hygienekonzept vorlegen. Für Verkäufer und Kunden gilt die Maskenpflicht, der Mindestabstand von 1,5 Metern sollte gewahrt werden. Zudem darf es bei Märkten kein Festzelt geben, auch "künstlerische Darbietungen" wie Partymusik sind verboten.

    Sport-Wettkämpfe in Hallen und Fußball-Champions-League

    Am 8. August sollen in der Münchner Arena die Fußballer des FC Bayern ihr Champions-League-Spiel gegen den FC Chelsea austragen (ohne Zuschauer) - das bayerische Kabinett gab dafür am Dienstag grünes Licht: Bisher war laut der bayerischen Infektionsschutzverordnung der Spiel- und Trainingsbetrieb nur in Profiligen und im DFB-Pokal zulässig, jetzt wurde die UEFA Champions League hinzugefügt.

    An Sport-Wettkämpfen in geschlossenen Räumen dürfen ab sofort doppelt so viele Menschen teilnehmen wie bisher: bis zu 200 bei "gekennzeichneten Plätzen oder klar voneinander abgegrenzten Aufenthaltsbereichen", ansonsten maximal 100 Personen. Zuschauer sind nach wie vor nicht erlaubt.

    Mehr Publikum bei Kulturveranstaltungen

    Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte es vergangene Woche im BR Fernsehen bereits in Aussicht gestellt, jetzt ist es so weit: Konzerte, Kino- und Theateraufführungen können vor einem deutliche größeren Publikum als bisher stattfinden. Bei Veranstaltungen mit zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen sind nun bis zu 200 Gäste in geschlossenen Räumen und 400 im Freien zugelassen. Ohne feste Plätze dürfen 100 Zuschauer in Innenräumen und 200 unter freiem Himmel kommen.

    Kunstminister Bernd Sibler (CSU) spricht von einem "weiteren wichtigen Schritt für das kulturelle Leben" im Freistaat: "Die erweiterten Besucherzahlen ermöglichen unseren Künstlerinnen und Künstlern ihren Auftritt vor einem größeren Publikum, gleichzeitig schaffen sie Perspektiven für unsere Kulturschaffenden."

    Messen und Kongresse möglich

    Schneller als bisher erwartet dürfen Messe und Kongresse wieder starten. Vor drei Wochen hatte das Kabinett die Öffnung des Messe- und Kongressbetriebs "spätestens ab 1. September" angekündigt, jetzt sind sie schon Mitte Juli erlaubt. Dabei gelten die gleichen maximalen Besucherzahlen wie bei Kulturveranstaltungen: 100 in geschlossenen Räumen und 200 im Freien. Bei zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen sind jeweils doppelt so viele Menschen erlaubt. In geschlossenen Räumen gilt abseits des Sitzplatzes Maskenpflicht, ein Mindestabstand von 1,5 Metern sollte eingehalten werden.

    Kontaktbeschränkungen verlängert

    Neben diesen Lockerungen hat das bayerische Gesundheitsministerium eine weitere Verlängerung der übrigen Corona-Beschränkungen in der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung festgeschrieben. So gelten die Kontaktbeschränkungen im Freistaat nun bis 2. August. Im Gegensatz zu einigen anderen Bundesländern dürfen sich in Bayern nach wie vor maximal zehn Menschen im öffentlichen Raum treffen.

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