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Bildrechte: dpa-Bildfunk/Matthias Balk

Die neue Co-Chefin der SPD in Bayern, Ronja Endres, will künftig ihre Partei näher bei den Bürgerinnen und Bürgern verorten. Sie betonte den Kern der Volkspartei und sieht als zentrale Aufgabe, sich um die Probleme der Arbeitnehmenden zu kümmern.

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Neue Co-Chefin der BayernSPD: SPD soll Kümmerer werden

Die neue Co-Chefin der SPD in Bayern, Ronja Endres, will künftig ihre Partei näher bei den Bürgerinnen und Bürgern verorten. Sie betonte den Kern der Volkspartei und sieht als zentrale Aufgabe, sich um die Probleme der Arbeitnehmenden zu kümmern.

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Von
  • Rolf Büllmann

Ronja Endres, die neue Co-Chefin der SPD aus Regensburg, fordert im Interview mit der Bayern 2-radioWelt mehr Nähe zu den Menschen:

"Ich glaube, was die SPD wieder machen muss, ist nah an die Menschen zu kommen, zuzuhören zum Beispiel, was die Menschen von ihr wollen und dann mit einer positiven Zukunftsvision diese Menschen auch unterstützen und ihnen helfen und auch die Kümmerer werden." Ronja Endres

Endres: SPD hat Markenkern

Endres sieht durchaus einen Markenkern der SPD in Bayern. Sie wolle nah an den Arbeitnehmenden sein, den Menschen, die täglich ihr Lohn und Brot verdienen wollen. Sie möchte mit den Gewerkschaften sprechen und den Menschen, "die ihr ganz normales Leben führen wollen und auch mal zum Zug kommen möchten für eine gute Zukunft ihrer Kinder und Enkelkinder."

Der Fluch einer Volkspartei sei es, dass andere ihnen das Alleinstellungsmerkmal wegnehmen können. Sie sieht eine zentrale Aufgabe darin, sich um die Menschen zu kümmern, die mit Mühe das Geld für ihre Miete aufbringen oder die sich irgendwann einmal ein Einfamilienhaus leisten möchten, aber dafür hart kämpfen müssen.

BayernSPD bekommt zum ersten Mal eine Doppelspitze

Die SPD in Bayern hat zum ersten Mal in ihrer Geschichte eine Doppelspitze. Ein digitaler Landesparteitag wählte am Samstag den Landtagsabgeordneten Florian von Brunn und die Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen, Ronja Endres, zu neuen Vorsitzenden. Davor hatte der Landesparteitag mit einem Beschluss den Weg für eine Doppelspitze freigemacht.

Der 52 Jahre alte von Brunn und die 34 Jahre alte Endres folgen auf Natascha Kohnen, die seit 2017 Landesvorsitzende war. Sie konnten sich gegen Kohnens bisherigen Generalsekretär, den Bundestagsabgeordneten Uli Grötsch, durchsetzen, der alleiniger Landesvorsitzender werden wollte und seine Kandidatur am Samstag zurückgezogen hatte, nachdem sich die Delegierten mehrheitlich für eine Doppelspitze ausgesprochen hatten.

Nur 9,7 Prozent bei Landtagswahl 2018

Von Brunn und Endres hatten sich mit dem Versprechen beworben, "für einen echten Neustart" der bayerischen SPD sorgen zu wollen. Unterstützung bekamen sie im Vorfeld von den bayerischen Jusos und den Frauen in der SPD.

Die BayernSPD war bei der Landtagswahl 2018 auf nur noch 9,7 Prozent abgestürzt und ist im Landtag hinter CSU, Grünen, Freien Wählern und AfD nur fünftstärkste Kraft. In den Umfragen ging es zuletzt weiter abwärts, derzeit sehen Meinungsforscher die BayernSPD bei nur noch acht Prozent.

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