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Neue Basler-Biografie: So sieht er die Pizzeria-Affäre heute | BR24

© BR/Kathrin Unverdorben

Mit 50 ist es bereits seine zweite Biografie: "Mario Basler - Eigentlich bin ich ein super Typ". Darin kommen auch seine Zeit in Regensburg und die sogenannte Pizzeria-Affäre zur Sprache. Seine heutige Einschätzung dazu: "Ich habe nichts gemacht."

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Neue Basler-Biografie: So sieht er die Pizzeria-Affäre heute

Mit 50 ist es bereits seine zweite Biografie: "Mario Basler - Eigentlich bin ich ein super Typ". Darin kommen auch seine Zeit in Regensburg und die sogenannte Pizzeria-Affäre zur Sprache. Seine heutige Einschätzung dazu: "Ich habe nichts gemacht."

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"Mario Basler - Eigentlich bin ich ein super Typ" heißt sie: die neue Biografie des Ex-Fußballprofis. Es ist bereits Baslers zweite Biografie. Darin schildert und bewertet er auch seine Zeit in Regensburg. Die sogenannte Pizzeria-Affäre hatte ihn damals seinen FC-Bayern-Job gekostet.

Die Schlägerei in Regensburg

20 Jahre ist es her, dass Mario Basler vom FC Bayern den Laufpass bekam. Auslöser war eine Schlägerei in der Trattoria Da Fernando in Regensburg. In seiner neuen Biografie besteht der 50-Jährige darauf, dass er nichts getan habe. Demzufolge war die Suspendierung aus seiner Sicht nicht gerechtfertigt.

Er beschreibt die Geschichte so: Er und Sven Scheuer - damals die Nummer zwei im Bayern-Tor, hinter Oli Kahn - waren auf einer Geburtstagsfeier in der Regensburger Trattoria. Ein penetranter Typ habe die beiden immer wieder dumm angeredet - den ganzen Abend lang. Gerne hätte Basler ihm eine - wie er schreibt - "pädagogisch wertvolle Ohrfeige verpasst", es aber bei verbalen Watschn belassen. Letztendlich habe dann Sven Scheuer dem Pöbler auf dem Parkplatz vor der Trattoria eine "gescheuert". Basler selbst war nach eigenen Angaben nur dabei. Er schreibt: "Auf dem Parkplatz hat er dem Kerl eine gescheuert und endlich war Ruhe. Bald darauf hauten wir ab, um kurz nach drei war ich im Hotel."

Basler wurde erpresst

Damit war es für Basler aber noch nicht vorbei. Er wurde im Anschluss erpresst: 17.000 DM habe er in der Regensburger Innenstadt übergeben, damit der Pöbler aus der Trattoria nicht an die Boulevardmedien gehe, schreibt er. Der Erpresser erzählte der Zeitung trotzdem alles. Basler schreibt dazu in seiner Biografie: "Heute ärger ich mich. Für die Knete hätte ich ihm auch selbst eine ballern können."

Diese Pizzeria-Affäre bedeutete das Aus für Basler beim FC Bayern. Uli Hoeneß suspendierte ihn mit sofortiger Wirkung. "Ich ertrug es mit Fassung. Was sollte ich machen? Losheulen und vor dem Manager auf die Knie fallen? Ganz sicher nicht. Ich wusste ja, dass ich nichts gemacht habe", schreibt Basler rückblickend.

Baslers Zeit in Ostbayern

Auf den etwa 300 Seiten geht es auch kurz um Mario Baslers Zeit als Teammanager beim Jahn Regensburg. Das war ja im Jahr 2004. Die Gespräche darüber fanden auf der Trabrennbahn in Straubing statt, weil Mario Basler ein Pferdesport-Fan ist. Auch seine Massagen in der Donaustaufer Reha-Praxis von Klaus Eder kommen vor - spielen aber keine große Rolle. Außer, dass er dort besagten Sven Scheuer getroffen hatte, mit dem der Abend in der Trattoria eskaliert war.

Das Gegenteil von Bescheidenheit

Um keinen flotten Spruch verlegen schreibt Basler, wie er spricht. Er hat das Buch zusammen mit Alex Raack verfasst, einem Sportjournalisten. Und man liest abwechselnd, mal aus Baslers Sicht in der Ich-Form, mal aus der Außen-Sicht, bei der Mario Basler die Hauptfigur ist.

Allen, die sich für Geschichten hinter den Profi-Fußball-Kulissen interessieren, kann das neue Basler-Buch empfohlen werden und natürlich allen, die Baslers Sprüche und seine Machoart gut finden. Eines seiner Zitate ist ja: "Fußball ist wie Theater und ich spiele meistens die Hauptrolle."

Das Buch endet übrigens, wie es angefangen hat - ohne zu viel zu verraten: "Ich weiß ja nicht, wie ihr das seht. Aber ich denke, ich habe mir jetzt erstmal 'ne Kippe verdient."