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Neuartiges "Flugtaxi" aus Schwaben soll ab 2021 auf den Markt | BR24

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Die Firma Fraundorfer Aeronautics hat auf dem Genderkinger Flugplatz einen Prototypen für ein Lufttaxi mit einer neuartigen Rotor-Technologie vorgestellt: Die Tensor 600X. Diese Maschine soll bereits ab 2021 einsatzbereit sein.

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Neuartiges "Flugtaxi" aus Schwaben soll ab 2021 auf den Markt

Die Firma Fraundorfer Aeronautics hat auf dem Genderkinger Flugplatz einen Prototypen für ein Lufttaxi mit einer neuartigen Rotor-Technologie vorgestellt: Die Tensor 600X. Diese Maschine soll bereits ab 2021 einsatzbereit sein.

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Die Firma Fraundofer Aeronautics hat einen Tragschrauber entwickelt, also ein Fluggerät mit Flügeln und Propeller. Und das Flugtaxi weist einen leistungsstärkeren Rotor auf als bisher üblich. Konnten Tragschrauber bislang nur Lasten bis 450 Kilogramm zuladen, soll der neue Rotor bis zu 30 Prozent mehr Gewicht transportieren können.

Flugtaxi soll bis zu 600 Kilometer fliegen können

Der Prototyp, die Tensor 600 X, ist zunächst für Kurzstrecken-Einsätze für zwei Personen, einer Reichweite von bis zu 600 Kilometer und Geschwindigkeiten von über 200 Kilometer ausgelegt. Mit dem neuen Rotor sollen aber auch größere Fluggeräte ausgestattet werden können.

Einsatzbereit auch bei schlechtem Wetter

Vorteil des Geräts sei, erklärt Entwickler Christoph Fraundorfer, dass man mit ihm Lufträume befliegen könne, in denen Hubschrauber oder Flugzeuge nicht fliegen können. Bei schlechtem Wetter etwa, wenn die Wolken zu tief für einen Hubschrauber hängen, kann mit dem Tragschrauber in geringerer Höhe unter den Wolken geflogen werden. Der benötigte Platz für Starts und Landungen ist zudem geringer als bei Flugzeugen. Damit sei es denkbar, dieses Fluggerät als Flugtaxi, zum privaten Personentransport oder auch bei Hilfseinsätzen in schwer zugänglichen Gebieten zu nutzen.

Flugtaxi soll ab 2021 für Markt zugelassen werden

Das Fluggerät soll in den kommenden Monaten in Genderkingen getestet werden. Ab 2021, davon geht Christoph Fraundorfer aus, könnte es für den Markt zugelassen werden. Der neu entwickelte Rotor hat bereits eine Zulassung, nur noch nicht das gesamte Fluggerät. Betrieben wird der Prototyp mit Benzin, aber auch ein Elektro- oder Gasantrieb sei denkbar, so Fraundorfer. Insgesamt sei das Gerät günstiger, effizienter und sicherer als ein Hubschrauber. Anfangs habe er die Forschungsarbeit selbst finanziert, sagt Fraundorfer. Aber seit der Rotor zugelassen sei, gebe es zahlreiche Sponsoren und Unterstützer. Namentlich will er diese nicht nennen.

Genderkinger Firma arbeitet seit Jahren am Flugtaxi

Beim Unternehmen Fraundorfer Aeronautics sind neun feste Mitarbeiter und 20 projektbezogene Mitarbeiter beschäftigt. CEO ist Christoph Fraundorfer, der jahrelang bei Eurocopter (heute Airbus Helicopters) in Donauwörth als Luftfahrtingenieur gearbeitet hat und selbst Pilot ist. Der 44-Jährige ist inzwischen selbständig und seit einigen Jahren mit diesem Projekt beschäftigt.