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Neu-Ulmer Gänstorbrücke: Belastungstest bestätigt Bedenken | BR24

© Ralf Zwiebler

Wie viel Last kann die Gänstorbrücke noch tragen?

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Neu-Ulmer Gänstorbrücke: Belastungstest bestätigt Bedenken

Die Statiker haben richtig gerechnet: Die Neu-Ulmer Gänstorbrücke darf bis zum Abriss nur noch eingeschränkt befahren werden. Das ist das Ergebnis eines aufwendigen Belastungstests mit drei XXL-Kranwagen. Die Brücke verbindet Neu-Ulm und Ulm.

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Es war ein ungewöhnliches Spektakel auf der Neu-Ulmer Gänstorbrücke mitten in der Nacht auf Sonntag: Drei jeweils 48 Tonnen schwere Liebherr-Kräne fuhren über mehrere Stunden hinweg über die Brücke. Mit 50 Kilometer pro Stunde nahmen sie Anlauf und bremsten stark ab. Grund dafür war ein Belastungstest.

Hiobsbotschaft im Juni: Brücke ist marode!

Seit Juni ist bekannt, dass die Brücke marode ist. Mit dem Test wollten die Städte Ulm (Baden-Württemberg) und Neu-Ulm (Schwaben) herausfinden, wie stark und vor allem wie lange sie noch genutzt werden kann. Denn die Brücke ist eine von drei viel befahrenen Verbindungen der Städte über die Donau.

Dass die Brücke marode ist, ist gerade für die Stadt Neu-Ulm ärgerlich. Denn gerade erst ist die Unterführung auf Neu-Ulmer Seite fertiggestellt worden. Doch seit Oktober ist klar: Die Brücke muss abgerissen werden. Seither darf sie nur noch jeweils einspurig befahren werden.

Gänstorbrücke nur noch eingeschränkt befahrbar

Der Belastungstest am Wochenende zeigte: Die Berechnungen stimmten. Die Brücke kann zwar noch befahren werden – jedoch nur eingeschränkt und zeitlich begrenzt. Sensoren hatten beim Test erfasst, wie sich die Statik der Brücke beim Überfahren mit schwerem Gerät verhält.

Am Montag werden der Ulmer Gemeiderat und der Neu-Ulmer Stadtrat auf einer gemeinsamen Sitzung die Ergebnisse begutachten und mit der Planung einer neuen Brücke beginnen.