Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Netzausbautour durch Franken: Altmaier wirbt für Stromtrasse | BR24

© BR

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) war in Coburg und Redwitz an der Rodach (Lkr. Lichtenfels) zu Gast. Der Grund: Seine Netzausbautour. Er wollte für die geplanten Stromtrassen durch Franken werben und sich die Meinung der Bürger anhören.

Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten
  • Artikel mit Video-Inhalten

Netzausbautour durch Franken: Altmaier wirbt für Stromtrasse

Zahlreiche Demonstranten haben Bundeswirtschaftsminister Altmaier auf seiner Netzausbautour durch Franken empfangen. Er wirbt für die geplante Stromtrasse, Bayerns Wirtschaftsminister Aiwanger setzt hingegen auf eine dezentrale Energiewende.

Per Mail sharen

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) war heute in Coburg und Redwitz an der Rodach (Lkr. Lichtenfels) zu Gast. Der Grund: Seine Netzausbautour. Er wollte für die Stromtrassen werben und sich auch die Meinung der Bürger anhören.

Der Minister hat gezielt das Gespräch mit Bürgerinitiativen, Bundes- und Landtagsabgeordneten, Landräten sowie Bürgermeistern gesucht, die gegen den Bau neuer Stromtrassen durch die Landkreise Kronach, Coburg und Lichtenfels sind. Begleitet wurde er vom bayerischen Wirtschaftsminister, Hubert Aiwanger (Freie Wähler).

Zahlreiche Demonstranten

Schon beim Termin in Coburg erwarteten die Minister rund 60 Demonstranten, die mit Schildern und gelb-rot lackierten Andreaskreuzen gegen neue Stromtrassen demonstrierten. Und auch an der zweiten Station, in Redwitz an der Rodach, warteten ebenso viele Demonstranten auf die Politiker.

Hoffnung gedämpft

Sowohl in Coburg als auch in Redwitz an der Rodach hörte Peter Altmaier sich die Bedenken der Menschen an. Deswegen sei er in die Region gekommen, sagte der Minister. Er dämpfte aber die Hoffnungen der Bürger und machte deutlich, dass ohne Trassen kein Strom aus regenerativen Energiequellen vom Norden in den Süden zu bekommen wäre. "Denn auch in der Nacht und bei Regen braucht man im Süden Strom", so Altmaier.

Aiwanger gegen Trasse

Der Bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger teilt diese Meinung allerdings nicht. Im BR-Interview sagte er, dass versucht werde, die Trasse zu verhindern. Er setze auf die dezentrale Energiewende. Er sei noch nie ein Anhänger der geplanten P44 Trasse und ihrer Varianten gewesen, so Aiwanger. Eine dezentrale Energiewende benötige keine neuen Stromtrassen, so der bayerische Wirtschaftsminister. Es komme darauf an, möglichst wenige neue Stromleitungen zu bauen, so Aiwanger.

Keine Entscheidung

Altmaier kündigte an, er wolle das Thema gemeinsam mit den zuständigen Ministern aus Bayern, Hessen und Thüringen diskutieren. Entscheidungen werden auf der Netzausbaureise des Bundesministers allerdings nicht getroffen. Erste Ergebnisse, wo genau neue und weitere Trassen gebaut werden könnten, soll es möglicherwiese Ende des Jahres geben.

© Bayern 2

Um für den Ausbau der Stromtrassen zu werben, reist Wirtschaftminister Peter Altmaier durchs Land. Er hoffe, dass bis Ende des Jahres ein Kompromiss gefunden werde, so Altmaier im Interview mit der Bayern 2-radioWelt.

Mehr zum Thema
  • Resolution gegen neue Stromtrassen
  • Protest gegen Stromtrassen
  • Wie gestaltet sich der Netzausbau?
Sendung

Frankenschau aktuell

Autor
  • Markus Klingele
Schlagwörter