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Naturschutzverbände fordern besseren Gewässerschutz in Bayern | BR24

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Nach wie vor sind Gewässer und Grundwasser in Bayern nicht in einem Zustand, wie es die EU-Richtlinien vorschreiben. Mehrere Umweltverbände haben nun zusammen einen 10-Punkte-Plan zum Gewässerschutz ausgearbeitet. Den wollen sie dem Landtag vorlegen.

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Naturschutzverbände fordern besseren Gewässerschutz in Bayern

Um die Gewässer steht es nicht nur wegen der Hitze nicht sehr gut, vielerorts ist die Belastung mit Nitrat und Pestiziden zu hoch. Deshalb hat heute ein Bündnis aus fünf Naturschutzorganisationen einen Forderungskatalog an die Politik vorgestellt.

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An dem Forderungskatalog beteiligen sich die Bayerischen Flussallianzen, der BUND Naturschutz, der Landesbund für Vogelschutz, der Landesfischereiverband und der WWF Deutschland. Die neue Düngeverordnung reiche nicht aus, um die Probleme zu lösen. Gewässer und Grundwasser sind in Bayern nicht in einem Zustand, wie es die Wasserrahmenrichtlinie und die Nitratrichtlinie der EU vorsieht.

Trinkwasser durch Düngung belastet

Ein großes Problem ist der Eintrag von Nitrat in Oberflächen- und Grundwasser, vor allem durch Überdüngung in der intensiven Landwirtschaft.

"Wir haben beispielsweise viele Trinkwasserversorger, die die Quellen für das Trinkwasser nicht mehr benutzen können, weil sie zu stark mit Nitrat belastet sind. Und vor allem haben wir Regionen, ob das in Niederbayern ist, ob das in Unterfranken ist, wo wir tatsächlich Alarmstufe rot haben, das heißt, das sind große Gebiete, die nicht mehr für die Trinkwasserversorgung genutzt werden."
Richard Mergner, Vorsitzender Bund Naturschutz

Abschwemmungen belasten Flüsse

Die Naturschutzverbände fordern von der bayerischen Staatsregierung daher, die Möglichkeiten der Düngeverordnung besser zu nutzen und strengere Maßnahmen zu erlassen. Besorgniserregend sei auch, dass Flüsse und Bäche zunehmend verschlammen.

"In den Gewässern gibt es Abschwemmungen von Böden, die Abschwemmungen von Spritzmitteln, der Eintrag auch von Straßenwasser. Wir beobachten, dass das Leben in den Gewässern zum wesentlichen Teil verarmt ist, man sieht das sehr gut an den Fischen. Die kleinen Gewässer sind die Heimat der Jungfische, sie sind die Plätze, wo gelaicht wird. In diesen Kleingewässern ist quasi kein Leben im Sinne des Aufwachsens junger Fische oder des Brütens von Fischen mehr möglich, die Sedimentschichten sind einfach zu omnipräsent." Albert Göttle, Landesfischereiverband Bayern

Schutzstreifen könnten helfen

Deshalb verlangen die Naturschutzorganisationen, dass Schutzstreifen entlang von Gewässern verbindlich eingehalten werden. Solche Gewässerrandstreifen einer Breite von fünf bis zehn Metern können verhindern, dass durch Regen Boden, Pestizide und Düngemittel in die Gewässer gelangen, so der Vorsitzendes des Landesbundes für Vogelschutz in Bayern Norbert Schäffer.

Forderung nach neuer Agrarförderung

Um die Wasserqualität zu verbessern muss laut Richard Mergner vom Bund Naturschutz die Staatsregierung dafür sorgen, dass geltende Gesetze für Gewässer eingehalten werden. Dazu brauche es mehr Personal für die Kontrolle aber auch eine andere Agrarförderung. Denn derzeit seien viele Bauern zu einer intensiven Landwirtschaft gezwungen, um zu überleben.