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Über das Höllental soll die mit 1.000 Metern längste Hängebrücke der Welt führen. Der Naturschutzbeirat der Regierung hat das Projekt abgelehnt.

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    Naturschutzbeirat der Regierung lehnt Höllentalbrücke ab

    Weil er die Naturschutzziele im geschützten Höllental in Gefahr sieht, hat sich der Naturschutzbeirat der Regierung von Oberfranken gegen den Bau der weltweit längsten Hängebrücke im Frankenwald ausgesprochen. Jetzt ist das Umweltministerium gefragt.

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    Von
    • Thorsten Gütling

    Der Naturschutzbeirat der Regierung von Oberfranken hat sich gegen den Bau der sogenannten Höllentalbrücke im Frankenwald ausgesprochen. Um das Projekt nun zu verwirklichen ist eine Zustimmung des Umweltministeriums nötig. Umweltminister Thorsten Glauber (FW) hatte sich schon einmal für den Bau der Brücken ausgesprochen.

    Höllentalbrücke soll Touristen in Region locken

    Die abgelehnte Brücke ist eine von zwei geplanten Hängebrücken über das Lohbach- und das Höllental im Frankenwald und liegt im Naturschutzgebiet Höllental. Das Projekt soll den Tourismus in der Region ankurbeln und ist umstritten. Wie die Regierung mitteilt, fürchte der Beirat, dass es durch den Bau der Brücke zu Verstößen gegen die Naturschutzziele in der Region kommt.

    Gegner kritisieren Lage und Kosten der Hängebrücken

    Gegner des Projekts kritisieren neben der Lage der Brücke auch die von ursprünglich 12 auf mittlerweile rund 22 Millionen Euro gestiegenen Kosten des Projektes. Der Landkreis Hof hält dagegen, er wolle mit dem Bau der Brücken nicht nur eine touristische Attraktion schaffen, sondern auch die Besucherströme im Höllental steuern und so das europaweit besonders geschützte Naturgebiet schonen.

    Regierung will Brückenbau von Naturschutzverordnung befreien

    Anders als der Naturschutzbeirat unterstützte die Regierung von Oberfranken das Projekt. Einer Mitteilung zufolge plane sie, den Bau von der Naturschutzgebietsverordnung zu befreien. Grund sei das hohe öffentliche Interesse an der Realisierung des Projektes. Zwei Bürgerentscheide gingen bereits deutlich für den Bau der Brücken aus.

    Umweltministerium wird eingeschaltet

    Wie es weiter heißt, sei das Umweltministerium bereits eingeschaltet. Der ursprünglich für den Sommer 2020 geplante Baubeginn wurde bereits verschoben. Ursprünglich sollten schon ab dem Jahr 2022 die beiden längsten Fußgänger-Hängebrücken der Welt jährlich mehrere hunderttausend Besucher in den Frankenwald locken.

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