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Naturschützer und Jäger: "Gämsen werden ausgerottet!" | BR24

© BR/Christoph Scheule

Mit einem Plakat protestiert der Verein "Wildes Bayern" in Kempten und Sonthofen derzeit gegen den Abschuss von Gämsen.

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    Naturschützer und Jäger: "Gämsen werden ausgerottet!"

    Maximal 28 Gämsen dürfen im Kürnachtal bei Buchenberg im Oberallgäu heuer geschossen werden. Zu viel, kritisieren Jäger und Naturschützer gleichermaßen. Die Forstwirte halten dagegen.

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    Im Oberallgäu ist ein heftiger Streit um den Abschuss von Gämsen entbrannt. Jäger und Naturschützer auf der einen Seite gegen Förster und Waldbesitzer auf der anderen Seite. Strittig ist vor allem die Abschussquote von 28 Gämsen.

    Auch Jäger kritisieren eine "zu hohe Abschussquote"

    Die Jäger kritisieren, dass mit der Erhöhung der Abschusszahl auf 28 Gämsen im laufenden Jahr der Bestand "ausgerottet" werden könnte. Gemeinsam mit dem Verein "Wildes Bayern" fordern auch die Jagdverbände, es müsse ein "Monitoring" geben: Erst wenn man den Bestand der Gämsen kenne, könne man eine angemessene Abschusszahl festlegen.

    Umweltschützer lassen Gämse plakatieren

    Wie hitzig die Stimmung ist, kann man in Kempten und Sonthofen gerade am Straßenrand sehen: Dort lässt "Wildes Bayern" seit Ende Oktober einen Gamskopf 'im Fadenkreuz' plakatieren, mit dem Slogan: "Die Gämse stirbt. Und Du schaust zu!?"

    Forstbetrieb versteht Aufregung um Gamsjagd nicht

    Eine "unnötige Stimmungsmache" findet Jan Oetting, Leiter des Forstbetriebs Sonthofen der Bayerischen Staatsforsten. Er sei schließlich auf die andere Seite zugegangen und habe schon vorher angekündigt, dass die Gams bei den laufenden Drückjagden in der Kürnach nicht freigegeben werde. In der weitaus schwierigeren Einzeljagd seien bisher gerade mal drei Gämsen geschossen worden.

    Tatsächlich sollen deutlich weniger Gämsen geschossen werden

    Es sei daher mehr als unwahrscheinlich, dass die geplante Abschusszahl von 28 auch nur annähernd erreicht werde. Und schließlich sei die Abschusszahl auch nur deswegen höher als in vergangenen Jahren, weil nun elf Reviere zusammengefasst worden seien.

    Diskussion über Gämsen-Jagd bei den Jägern

    An diesem Montag will sich auch der Bayerische Jagdverband auf einer Sitzung in Feldkirchen mit dem Thema befassen.